Erste Bank Aktie: Rekordquartal-Rausch?
Der Nettogewinn wuchs im dritten Quartal um 24,5 Prozent; zugleich plant Erste Group eine höhere Beteiligung an der polnischen Tochter.

- Quartalsgewinn steigt auf 1.121 Millionen Euro
- Neunmonatsgewinn erreicht 3.095 Millionen Euro
- Baader Bank hebt Erste Group hoch
- Übernahmeangebot für Polska-Aktien gestartet
Erste Group hat am 30. Oktober für das dritte Quartal 2026 einen Nettogewinn von 1.121 Mio. Euro gemeldet. Das entspricht einem Anstieg um 24,5 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Aktie legt heute um 2,2% zu; einen neuen unternehmensspezifischen Anlass für diese Bewegung hat das Unternehmen nicht gemeldet.
Höhere Erwartungen nach dem Rekordquartal
In den ersten neun Monaten 2026 erwirtschaftete Erste Group nach eigenen Angaben einen Nettogewinn von 3.095 Mio. Euro. Nach dem Rekordquartal hob die Bank vor gut einer Woche ihre Jahresprognose an. Das Kreditvolumen soll auf über 290 Mrd. Euro steigen.
Beim Nettozinsergebnis erwartet Erste Group ohne Erste Bank Polska ein Wachstum von mehr als 6 %. Die Prognose sieht außerdem eine Eigenkapitalrendite auf das materielle Eigenkapital von über 20 % vor. Der Gewinn je Aktie soll um mehr als 20 % zulegen.
Eine positivere Bewertung kam gestern von der Baader Bank: Sie stufte Erste Group von „Reduce“ auf „Add“ hoch. Das Sechs-Monats-Kursziel setzte das Analysehaus auf 128 Euro.
Angebot soll Polen-Beteiligung erhöhen
Zum weiteren Unternehmenskontext gehört das freiwillige Übernahmeangebot für Aktien der Erste Bank Polska, dessen Annahmefrist Erste Group gestartet hat. Der Angebotspreis beträgt nach Unternehmensangaben rund 713 PLN je Aktie.
Als Käuferin will Erste Group ihre Beteiligung von 49 % auf über 50 % erhöhen. Als Obergrenze nennt sie 75 %. Die angestrebte Aufstockung ist damit noch kein vollzogener Beteiligungsausbau: Die genannten Beteiligungsquoten beschreiben das Ziel der Transaktion. Käuferin der angebotenen Aktien ist Erste Group, Zielgesellschaft ist Erste Bank Polska.
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