Erste Bank Aktie: Starke Basis
Die Erste Bank Aktie konsolidiert nach einer Rally mit 76 Prozent Jahresgewinn. Die Expansion in Polen und neue Green-Finance-Projekte bilden die Basis für weiteres Wachstum.

- Konsolidierung nach 76 Prozent Jahresgewinn
- Strategische Expansion im polnischen Markt
- Green-Finance-Deal mit der Europäischen Investitionsbank
- Charttechnisch intakter Aufwärtstrend
Nach einem außergewöhnlich starken Jahr 2025 startet die Erste Bank Aktie mit einer spürbaren Atempause in 2026. Nach der Rally der vergangenen Monate sichern Anleger erste Gewinne, ohne den übergeordneten Aufwärtstrend zu beschädigen. Im Hintergrund stehen klare Wachstumstreiber in Osteuropa und eine strategische Positionierung im Bereich nachhaltiger Finanzierung.
Konsolidierung nach Rally
Mit einem aktuellen Kurs von 102,20 Euro liegt die Aktie nur rund 14 Prozent unter dem 52‑Wochen-Hoch von 118,83 Euro, bleibt aber deutlich über allen wichtigen Durchschnittslinien. Auf Zwölfmonatssicht ergibt sich ein Plus von gut 76 Prozent – ein Wert, der die klare Outperformance gegenüber vielen europäischen Banken unterstreicht.
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Der Rückgang der vergangenen Woche von knapp 14 Prozent wirkt damit eher wie eine gesunde Konsolidierung nach einer steilen Aufwärtsbewegung. Der Abstand von über 26 Prozent zur 200‑Tage-Linie bei 80,95 Euro zeigt, wie weit der Kurs sich vom langfristigen Durchschnitt gelöst hat. Kurzfristige Rücksetzer sind in solch einem Umfeld keine Überraschung.
Besonders auffällig: Die 50‑Tage-Linie bei 95,75 Euro verläuft deutlich unter dem aktuellen Kurs. Charttechniker sehen darin häufig ein Zeichen dafür, dass Käufer Rückgänge bislang konsequent nutzen.
Die Fakten im Überblick
Wesentliche Kennzahlen zur aktuellen Situation:
- Aktueller Kurs: 102,20 Euro
- Veränderung 7 Tage: -13,99 %
- Veränderung 12 Monate: +75,96 %
- 52‑Wochen-Hoch: 118,83 Euro
- 52‑Wochen-Tief: 55,00 Euro
- Abstand zur 200‑Tage-Linie: +26,25 %
- RSI (14 Tage): 65,7 (leicht erhöht)
- Volatilität (30 Tage, annualisiert): 72,75 %
Der RSI-Wert von 65,7 signalisiert ein noch nicht extremes, aber erhöhtes Momentum auf der Oberseite. In Kombination mit der hohen 30‑Tage-Volatilität bleibt die Aktie klar ein Wert mit Bewegung – in beide Richtungen.
Polen-Expansion als Wachstumstreiber
Fundamental stützt vor allem die Expansion in Polen die positive Einschätzung. Ende Dezember 2025 haben die Regulierungsbehörden endgültig grünes Licht für den Einstieg in den polnischen Markt gegeben. Konkret übernimmt die Bank:
- eine kontrollierende Beteiligung von 49 Prozent an der Santander Bank Polska
- 50 Prozent an der Fondsgesellschaft Santander TFI
Das Transaktionsvolumen liegt bei rund 7 Milliarden Euro. Mit Abschluss der regulatorischen Prüfungen ist die Unsicherheit rund um den Deal weitgehend verschwunden. Aus Marktsicht ist damit der Weg frei, um im größten Markt Osteuropas stärker zu wachsen.
Beobachter werten die Transaktion als strategischen Meilenstein: Die Bank vergrößert ihre Präsenz in einem dynamischen Retail- und Firmenkundengeschäft und baut gleichzeitig das Asset-Management-Geschäft über Santander TFI aus.
Green Finance rückt in den Fokus
Parallel treibt das Institut seine Positionierung im Bereich nachhaltiger Finanzierung voran. Am 18. Dezember wurde eine Garantie-Rahmenvereinbarung mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) über 200 Millionen Euro unterzeichnet.
Das Kapital soll gezielt Investitionen in Windenergieprojekte beschleunigen. Für die Bank eröffnet das zusätzliche Ertragspotenziale in einem wachsenden Segment und stärkt das Profil als Partner für Energiewende-Projekte. Im Zusammenspiel mit der Polen-Expansion entsteht damit ein klarer Wachstumsfokus auf Osteuropa und Green Finance.
Charttechnik: Trend intakt
Charttechnisch bewegt sich die Erste Bank Aktie trotz der jüngsten Korrektur weiterhin in einem klaren Aufwärtstrend. Der Abstand zur 200‑Tage-Linie ist komfortabel, kurzfristige Unterstützungen bilden sich im Bereich des 50‑Tage-Durchschnitts um 95 Euro.
Das Kursverhalten passt zu einem klassischen Konsolidationsmuster nach starkem Anstieg: Rückläufe bleiben bislang begrenzt, und es kommt nicht zu abrupten Abverkäufen. Solange der Kurs oberhalb der 200‑Tage-Linie notiert und die 50‑Tage-Linie nicht nachhaltig unterschritten wird, bleibt das bullische Szenario übergeordnet intakt.
Im weiteren Verlauf dürfte es entscheidend sein, ob die Aktie nach der aktuellen Verschnaufpause den Bereich um das 52‑Wochen-Hoch bei 118,83 Euro wieder anläuft oder zunächst eine breitere Seitwärtszone ausbildet. Für den Moment steht ein klarer Befund: Die Kombination aus starker 12‑Monats-Performance, solider technischer Struktur und konkreten Wachstumsprojekten in Polen und im Green-Finance-Bereich bildet eine robuste Basis für das laufende Börsenjahr.
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