Erste Bank: Short Interest um 87,3 Prozent gesunken

Leerverkäufe brechen um 87 Prozent ein, Analysten heben Kursziel an. Fokus liegt auf erstem Quartalsbericht mit Santander Polska.

Die Kernpunkte:
  • Short-Interest sinkt drastisch
  • Barclays erhöht Kursziel auf 123 Euro
  • Quartalszahlen am 30. April erwartet
  • Santander-Polska-Integration im Fokus

Wenige Tage vor der Veröffentlichung der ersten Quartalszahlen räumen spekulative Anleger bei der Erste Bank das Feld. Die Leerverkäufer ziehen sich fast vollständig zurück, während Analysten ihre Prognosen nach oben schrauben. Der Markt positioniert sich für die ersten echten Zahlen nach der Santander-Polska-Übernahme.

Flucht der Shortseller

Die aktuellen Marktdaten belegen eine drastische Trendwende. Mitte April waren lediglich rund 2.400 Aktien der Erste Bank leerverkauft. Verglichen mit dem Stichtag Ende März entspricht dies einem Einbruch des Short-Interests um 87 Prozent.

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Die „Days-to-Cover“-Ratio signalisiert praktisch keinen Eindeckungsbedarf mehr. Spekulativer Verkaufsdruck existiert in der Aktie kaum noch. Dieser Rückzug fällt in eine Phase spürbarer Kursgewinne. Auf Jahressicht verzeichnet das Papier ein Plus von 59 Prozent. Mit einem Schlusskurs von 99,65 Euro behauptet sich der Titel knapp über der 50-Tage-Linie.

Barclays hebt den Daumen

Parallel dazu untermauern Analysten die positive Stimmung. Die Experten von Barclays erhöhten das Kursziel für die Erste Group auf 123 Euro und bestätigten ihre „Overweight“-Einstufung.

In ihrer Sektorstudie zeichnen die Analysten einen klaren Wachstumspfad. Für das laufende Jahr erwarten sie einen Gewinn von 10,50 Euro je Aktie. Bis zum übernächsten Geschäftsjahr soll dieser Ertrag auf mehr als 13 Euro steigen, begleitet von einer geschätzten Dividende von 4,30 Euro.

Aktionäre erhielten am vergangenen Freitag bereits eine reguläre Ausschüttung von 0,75 Euro. Der jüngste Kursrückgang von knapp sieben Prozent auf Wochensicht erklärt sich maßgeblich durch diesen Dividendenabschlag.

Bewährungsprobe in Polen

Der Fokus verschiebt sich nun auf den 30. April. An diesem Tag legt das Institut seinen Zwischenbericht für das erste Quartal vor. Es ist ein besonderes Datum: Erstmals fließen die Zahlen der übernommenen Santander Bank Polska vollständig in die Konzernbilanz ein.

Marktbeobachter erhoffen sich konkrete Details zu den Integrationskosten und ersten Synergieeffekten. Fällt die bereinigte Kernkapitalquote nach der Übernahme solide aus, untermauert dies die optimistischen Prognosen der Analysten für das restliche Geschäftsjahr.

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