EssilorLuxottica Aktie: 13 Millionen KI-Brillen bis 2026

EssilorLuxottica setzt auf KI-Brillen als Wachstumsmotor, während der Aktienkurs fällt. Konkurrenz aus Asien und den USA erhöht den Druck.

Die Kernpunkte:
  • Aktie verliert trotz KI-Brillen-Strategie
  • Partnerschaft mit Meta als Trumpf
  • Samsung und Xiaomi als neue Rivalen
  • Neue Sparte für Luxusverpackungen geplant

EssilorLuxottica steht vor einem Wendepunkt. Während der Aktienkurs am Montag um 1,25 Prozent auf 169,80 Euro nachgibt, bereitet der Brillenweltmarktführer den Sprung in den Massenmarkt für Smart-Eyewear vor. Das Ziel: die Verwandlung vom Optik-Konzern zum Hardware-Spezialisten.

Die Nachfrage nach KI-gestützten Brillen zieht massiv an. Branchenexperten rechnen für 2026 mit weltweit 13 Millionen verkauften Einheiten. Vor zwei Jahren lag dieser Wert noch bei lediglich 3,3 Millionen Stück.

Tech-Allianz gegen neuen Wettbewerb

Der Markt erreicht in diesem Jahr ein Volumen von rund 7,8 Milliarden Dollar. EssilorLuxottica nutzt dabei vor allem die Partnerschaft mit dem US-Konzern Meta. Gemeinsam wollen sie die Technologie aus der Nische in den Alltag holen. Immerhin tragen weltweit fast 700 Millionen Menschen Korrekturgläser — eine riesige Zielgruppe für smarte Brillengestelle.

Die Konkurrenz schläft nicht. Samsung plant noch im Juli 2026 die Vorstellung seiner „Galaxy Glass“. Das Produkt nutzt Googles KI-Software Gemini und greift damit die aktuelle Vorherrschaft der Europäer direkt an.

Parallel dazu drängen chinesische Anbieter wie Xiaomi mit günstigeren Alternativen auf den Markt. Der durchschnittliche Verkaufspreis in diesem Segment könnte dadurch auf etwa 229 Dollar sinken. Das erhöht den Druck auf die Margen etablierter Premium-Modelle.

Operative Diversifizierung

Abseits der smarten Hardware verfeinert das Management seine Vertriebsstrategie. Eine neue Sparte für Luxusverpackungen soll die Einnahmen breiter aufstellen. Der Konzern sucht hierfür bereits neues Führungspersonal für das B2B-Geschäft in Italien.

Das Kerngeschäft mit Augenheilkunde zeigt sich derweil widerstandsfähig. Segmente wie Geräte für die chirurgische Netzhautbehandlung wachsen jährlich um mehr als 5,5 Prozent. Diese stabilen Cashflows sind notwendig, um den teuren Umbau zum Technologieanbieter zu finanzieren.

An der Börse bleibt die Stimmung vorerst angespannt. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie über 36 Prozent an Wert. Mit dem aktuellen Kurs notiert das Papier zudem unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 173,89 Euro.

Kurzfristig liegt eine wichtige Unterstützung im Bereich von 156 Euro. Sollte diese Marke halten, rückt der Widerstand bei 188 Euro wieder in den Fokus. Die Vorstellung der Konkurrenzprodukte im weiteren Verlauf des Monats Juli dürfte die kurzfristige Richtung der Aktie bestimmen.

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