EssilorLuxottica Aktie: Kurs fällt trotz neuer Ray-Ban-Modelle
Neue Meta-Modelle und klinische Zwischenergebnisse ändern wenig an der schwachen Börsenstimmung für EssilorLuxottica.

- Aktie verliert 2,9 Prozent
- Meta-Sortiment soll über 100 Varianten umfassen
- Neue Absatzmärkte wurden angekündigt
- Myopie-Gläser bremsen Kurzsichtigkeit messbar
Die Papiere von EssilorLuxottica standen am gestrigen Handelstag unter spürbarem Verkaufsdruck und gaben um 2,9 Prozent auf 145,45 Euro nach. Auslöser der anhaltenden Kursschwäche war die Skepsis der Marktteilnehmer im Anschluss an die jüngsten Produktankündigungen auf der Entwicklerkonferenz Meta Connect, die den Abwärtstrend des Brillenkonzerns vorerst nicht stoppen konnten.
Trotz der Vorstellung neuer Geräte überwogen am Markt die Zweifel, ob der rasche Ausbau der intelligenten Brillen ausreicht, um das Geschäft kurzfristig spürbar zu beleben. Händler verwiesen darauf, dass die technologische Expansion zwar planmäßig voranschreite, die tatsächliche Ertragskraft dieser Produktkategorie von vielen Investoren aber weiterhin zurückhaltend beurteilt werde.
Ausbau der Kooperation mit Meta
Im Rahmen der Konferenz präsentierten die Partner neue Produktlinien, darunter eine weitere Generation vernetzter Audiobrillen sowie neue Modelle der Ray-Ban Meta. Bis zum Ende dieses Jahres soll das Sortiment auf mehr als 100 verschiedene Varianten anwachsen. Zugleich kündigte das Unternehmen die Erschließung zusätzlicher Märkte an, darunter Polen, Portugal, Israel, Südafrika sowie mehrere asiatische Länder wie Thailand und Indonesien.
Rückendeckung für diesen Kurs gab es von Analystenseite: Die US-Bank Citi merkte an, dass die neu vorgestellten Produkte den anhaltenden Schwung im Bereich der vernetzten Brillen stützen sollten. Dennoch reichten diese Perspektiven nicht aus, um die Zurückhaltung der Anleger zu zerstreuen.
Klinische Daten für Myopie-Gläser
Abseits der Technologiepartnerschaften meldete das Unternehmen am Dienstag Zwischenergebnisse aus dem medizinischen Kerngeschäft. In einer in China durchgeführten klinischen Studie zu den Spezialgläsern Essilor Stellest 2.0 für kurzsichtige Kinder wurden nach sechs Monaten messbare Behandlungserfolge erzielt.
Im Vergleich zu herkömmlichen Einstärkengläsern verlangsamten die Gläser das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit im Schnitt um 0,51 Dioptrien und dämpften das axiale Längenwachstum des Auges um 0,21 Millimeter.
Die soliden Studiendaten konnten die Stimmung an der Börse jedoch kaum aufhellen, da der Fokus der Marktteilnehmer weiterhin auf den Wachstumsrisiken und dem Gegenwind im Konsumumfeld liegt.
Mit einem Minus von 46 Prozent seit Jahresanfang bleibt die Aktie charttechnisch und fundamental angeschlagen. Ob die Ausweitung der Modellpalette und die neuen Absatzmärkte für eine nachhaltige Stabilisierung sorgen können, muss sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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