EssilorLuxottica Aktie: Ray-Ban Meta Audio ab Oktober
Neue Modelle, zusätzliche Absatzmärkte und ein Aktienrückkauf prägen EssilorLuxotticas Brillengeschäft; Analysten halten an positiven Bewertungen fest.

- Ray-Ban Meta Audio ab Oktober geplant
- KI-Brillenangebot soll dreistellig wachsen
- 287.000 eigene Aktien zurückgekauft
- RBC senkt Kursziel auf 190 Euro
Ausbau der Produktpalette und weltweiter Vertrieb
Am Donnerstag haben EssilorLuxottica und der Technologiekonzern Meta Platforms eine umfassende Erweiterung ihrer Kooperation im Bereich vernetzter Brillen vorgestellt. Zu den Neuerungen gehört das Modell Ray-Ban Meta Gen 3, dessen Einstiegspreis bei 449 $ liegt und das am Mittwoch im Rahmen der Entwicklerkonferenz Meta Connect präsentiert worden war.
Ergänzend kündigten die Partner die kamerafreie Ausführung Ray-Ban Meta Audio an. Diese Variante soll ab dem 13. Oktober 2026 verfügbar sein und wird zu Preisen ab 349 $ angeboten.
Mit den neuen Modellen treiben die Unternehmen die funktionale Weiterentwicklung der Brillen voran. So soll der persönliche KI-Assistent Muse von Meta künftig direkt auf den Geräten zum Einsatz kommen.
Zudem kündigten beide Partner an, das Angebot an KI-Brillen bis zum Jahresende auf eine dreistellige Zahl verschiedener Stile auszubauen. Der Vertrieb von Ray-Ban Meta Audio soll über konzerneigene Ray-Ban-Geschäfte, über Meta sowie über ausgewählte Groß- und Einzelhandelskanäle von EssilorLuxottica laufen.
Parallel dazu dehnt EssilorLuxottica die Verfügbarkeit der Technologie auf zahlreiche internationale Absatzmärkte aus. Während Ray-Ban Meta Gen 3 in Großbritannien und Kanada bereits in den Verkauf ging, starten Vorbestellungen in Deutschland, Frankreich und Italien schrittweise.
Darüber hinaus bringen die Partner die Geräte nach Polen, Portugal und Israel sowie nach Südafrika, Neuseeland, Hongkong, Indonesien, Malaysia, Thailand und auf die Philippinen.
Aktienrückkauf und regulatorische Entwicklungen
Um dem anhaltenden Kursverfall entgegenzuwirken, setzt das Management eigene Mittel ein. Am 18. September kaufte EssilorLuxottica insgesamt 287.000 eigene Aktien über mehrere Handelsplätze zurück. Der volumengewichtete Durchschnittspreis belief sich dabei auf 139,2931 Euro je Anteilsschein. Die Transaktion erfolgte auf Basis der Ermächtigung durch die Hauptversammlung.
Mit den Zukäufen setzt die Führung ein Signal an den Markt, während Anleger die hohen Zukunftsinvestitionen in vernetzte Sehhilfen und die allgemeine Stimmung im Technologiesektor abwägen.
An der Börse spiegeln die Notierungen die anhaltende Skepsis der Investoren wider. Am Freitag beendete die Aktie den Handel bei 144,80 Euro. Seit Jahresanfang summiert sich der Kursverlust auf 47 Prozent. Damit liegt das Papier 55 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erregt unterdessen das regulatorische Umfeld der neuen Technologie. Laut Reuters leiteten französische Staatsanwälte ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf sexuelle Belästigung im Zusammenhang mit Smart Glasses ein.
Zudem gingen Beschwerden von Unternehmen bei den zuständigen französischen Datenschutzbehörden ein. Die behördlichen Schritte betreffen die Branche intelligenter Brillen insgesamt und werfen EssilorLuxottica kein Fehlverhalten vor.
Geteilte Signale aus dem Analystenlager
Trotz der schwachen Kursentwicklung behalten Branchenexperten überwiegend optimistische Einstufungen bei. Am Dienstag bestätigte RBC das Votum „Buy/Outperform“, senkte das Kursziel jedoch von 230 auf 190 Euro. Medienberichten zufolge bekräftigte Jefferies am selben Tag die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 250 Euro.
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