Essity Aktie: Goldman Sachs stuft auf Sell
Trotz wachsender Skepsis von Leerverkäufern und Analysten setzt Essity sein Aktienrückkaufprogramm fort. Die Aktie zeigt sich charttechnisch stabil.

- Weitere 277.688 Aktien zurückgekauft
- Citadel baut Short-Position auf
- Goldman Sachs stuft auf Sell ab
- Aktie über 50-Tage-Linie stabil
Das schwedische Hygiene- und Gesundheitsunternehmen Essity setzt seinen Kurs der Kapitalrückführung konsequent fort. Während das Unternehmen am vergangenen Freitag den Rückkauf weiterer Anteile im Rahmen seines Drei-Milliarden-Kronen-Programms bestätigte, sieht sich der Konzern an der Börse mit einer zunehmend skeptischen Stimmung konfrontiert. Sowohl Leerverkäufer als auch namhafte Analysehäuser zeigten zuletzt eine vorsichtige Haltung gegenüber dem Wert.
Kontinuierliche Aktienrückkäufe stützen das Angebot
In der vergangenen Handelswoche zwischen dem 3. und 7. August erwarb Essity insgesamt 277.688 eigene B-Aktien. Wie das Unternehmen zum Abschluss der Woche mitteilte, ist dies ein weiterer Baustein des im April gestarteten Rückkaufprogramms, das ein Volumen von insgesamt 3 Milliarden Schwedischen Kronen umfasst.
Durch die jüngsten Zukäufe stieg der Bestand an eigenen Aktien im Portfolio des Konzerns bis zum vergangenen Freitag auf über 4,94 Millionen Stück an. Bereits in der vorangegangenen Woche hatte das Unternehmen ein ähnliches Tempo bei den Rückkäufen vorgelegt. Diese Maßnahmen dienen in der Regel dazu, den Gewinn pro Aktie zu steigern und Vertrauen in die finanzielle Stabilität zu signalisieren.
Wachsender Druck durch Short-Seller und Analysten
Trotz dieser stützenden Käufe durch das Unternehmen selbst ist das Marktumfeld rauer geworden. Medienberichten zufolge wurde am 29. Juli bekannt, dass Citadel Advisors Europe eine öffentliche Netto-Leerverkaufsposition in Essity aufgebaut hat, was auf Spekulationen gegen den Aktienkurs hindeutet.
Flankiert wurde diese Entwicklung von einer Herabstufung durch Goldman Sachs am 28. Juli, wobei die Analysten den Wert auf „Sell“ setzten. Zudem warnte die britische Bank Barclays am vergangenen Freitag vor negativen Signalen für die gesamte Branche.
Auslöser waren die jüngsten Geschäftszahlen des US-Wettbewerbers Kimberly-Clark, die laut Medienberichten Rückschlüsse auf einen zunehmenden Druck im Sektor zuließen.
Aktie behauptet sich über technischer Unterstützung
Im gestrigen Handel am Dienstag verbuchte die Aktie einen Rückgang von 1,17 Prozent und ging bei 25,35 Euro aus dem Markt. Trotz der kritischen Stimmen einzelner Marktteilnehmer notiert das Papier aktuell noch rund 1,89 Prozent über seinem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt, was charttechnisch als Stabilisierung gewertet werden kann.
Ein positives Signal kam zudem von institutioneller Seite: Medienberichten zufolge nahm der Fonds Simplicity Sverige den Titel am 4. August neu in sein Portfolio auf. Dies verdeutlicht, dass neben den skeptischen Positionen auch professionelle Investoren weiterhin Einstiegschancen in dem schwedischen Konzern sehen, der sich in einem schwierigen Branchenumfeld behaupten muss.
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