Essity Aktie: Rückkauf-Tempo anzieht?

Seit Mai hat Essity eigene B-Aktien für 1,83 Milliarden Kronen zurückgekauft und finanziert die Käufe aus dem laufenden Geschäft.

Die Kernpunkte:
  • 423.823 B-Aktien in einer Woche erworben
  • Rückkaufprogramm umfasst bis zu drei Milliarden Kronen
  • Seit Mai 6,8 Millionen Aktien zurückgekauft
  • Käufe aus operativem Cashflow finanziert

Der schwedische Konsumgüterkonzern Essity treibt sein laufendes Kapitalrückkaufprogramm voran. In der vergangenen Handelswoche erwarb das Unternehmen insgesamt 423.823 eigene Aktien der Serie B über die Börse Nasdaq Stockholm. Für dieses wöchentliche Tranchenvolumen wandte die Gesellschaft rund 110,5 Millionen schwedische Kronen auf, was einem gewichteten Durchschnittspreis von 260,81 Kronen je Anteilsschein entspricht.

Die jüngsten Transaktionen reihen sich in ein umfassenderes Rückkaufprogramm ein, das Essity am 22. April angekündigt hatte. Das Vorhaben umfasst ein Gesamtvolumen von bis zu 3 Milliarden Kronen und startete am 12. Mai. Es soll spätestens mit der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2027 enden.

Mehr als die Hälfte des Budgets ausgeschöpft

Mit den Transaktionen der zurückliegenden Tage überschreitet das Rückkaufprogramm rechnerisch die Halbzeitmarke des bereitgestellten Budgets. Seit dem Start im Mai hat Essity insgesamt 6.814.086 eigene B-Aktien für rund 1,83 Milliarden Kronen erworben. Der volumengewichtete Durchschnittskurs über die gesamte Laufzeit des Programms liegt bei 267,93 Kronen je Anteilsschein.

Die Durchführung der Zukäufe erfolgt über die Bank BofA Securities Europe SA, die die Orders an der schwedischen Heimatbörse im Rahmen der europäischen Marktmissbrauchsverordnung und der Safe-Harbour-Bestimmungen platziert.

Durch die jüngsten Erwerbe erhöhte sich der Bestand an eigenen B-Aktien des Konzerns zum Ende der vergangenen Handelswoche auf 8.054.209 Stück. Das Grundkapital von Essity verteilt sich auf insgesamt rund 681,95 Millionen Anteilsscheine, wovon knapp 53,96 Millionen auf stimmberechtigte A-Aktien und rund 627,98 Millionen auf handelbare B-Aktien entfallen.

Finanzierung aus dem laufenden Cashflow

Für Anleger ist insbesondere die Finanzierungsstruktur der Maßnahme von Bedeutung. Essity bestreitet die Zukäufe vollständig aus dem operativen Cashflow, nachdem die Verpflichtungen für die reguläre Dividendenausschüttung bedient wurden. Das Management nutzt die Mittel somit nicht aus zusätzlicher Fremdverschuldung, sondern greift auf die eigene laufende Liquiditätsgenerierung zurück.

Am Aktienmarkt spiegelte sich die defensive Ausrichtung des Hygienepapier- und Gesundheitsprodukteherstellers in einer weitgehend stabilen Entwicklung wider. Im europäischen Handel schloss das Wertpapier am gestrigen Montag bei 23,65 Euro.

Vom 52-Wochen-Hoch bei 27,25 Euro trennt die Notierung derzeit ein Abschlag von rund 13 Prozent. Die fortlaufende Einziehung oder Verwahrung der eigenen Anteile reduziert das frei umlaufende Angebot an B-Aktien und wirkt sich rechnerisch verdichtend auf die künftigen Kennzahlen je Aktie aus.

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