Ethereum: 47 Prozent Minus, Foundation streicht 54 Stellen
Die Ethereum Foundation streicht 54 Stellen und kürzt das Budget drastisch. Ether-Kurs fällt auf 1.579 US-Dollar, Anleger reagieren verunsichert.

- Streichung von 54 Arbeitsplätzen
- Jahresbudget fast halbiert
- Ether-Kurs fällt auf 1.579 Dollar
- Neue Ethlabs-Organisation gegründet
Die Ethereum Foundation zieht die Notbremse. Das Herzstück des Krypto-Netzwerks streicht ein Fünftel seiner Stellen und kürzt das Budget massiv. Am Markt sorgt dieser Umbau für tiefe Verunsicherung.
Konkret fallen 54 Arbeitsplätze weg. Parallel dazu schrumpft das Jahresbudget um fast die Hälfte. Mitgründer Vitalik Buterin verteidigt den Schritt. Die Stiftung will ihre jährlichen Ausgaben drastisch auf fünf Prozent des verbleibenden Kapitals senken. Das Ziel: langfristige finanzielle Stabilität.
Prominente Abgänge und neue Allianzen
Der Umbau fordert prominente Abgänge. So verlässt Co-Geschäftsführerin Hsiao-Wei Wang die Organisation. Andere Ex-Forscher formieren sich bereits neu und haben die R&D-Organisation Ethlabs gegründet. Branchengrößen wie Joe Lubin unterstützen das Projekt finanziell. Ethlabs soll nun die institutionelle Akzeptanz von Ethereum vorantreiben.
Anleger reagieren extrem nervös. Der Ether-Kurs rutschte zuletzt auf rund 1.579 US-Dollar ab. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf heftige 47 Prozent. Vom Rekordhoch bei knapp 4.950 Dollar ist die Kryptowährung meilenweit entfernt.
Auch die Wall Street zieht massiv Kapital ab. US-Spot-ETFs verzeichneten zuletzt sechs Tage in Folge Nettoabflüsse. An einem einzigen Handelstag flossen fast 82 Millionen Dollar ab. Den Löwenanteil dieses Ausverkaufs verbuchte BlackRocks ETHA-Fonds. Der Stimmungsindikator „Fear & Greed Index“ signalisiert mittlerweile extreme Angst.
Technische Ausfälle treffen das Netzwerk
Abseits der Kurstafeln häufen sich technische Probleme. Das Layer-2-Netzwerk Base fiel für zwei Stunden komplett aus. Die Blockproduktion stand still. Hinzu kommt ein teurer Exploit. Hacker nutzten eine Schwachstelle bei bestimmten Safe-Wallets und erbeuteten rund 3,2 Millionen Dollar.
Trotz der Turbulenzen läuft die Entwicklung weiter. Das Glamsterdam-Upgrade hat die finale Testphase erreicht. Entwickler planen den Start im Hauptnetz für das dritte Quartal. Später im Jahr folgt das Hegota-Update. Es führt sogenannte Verkle-Bäume ein. Diese Technik soll den Speicherbedarf für Netzwerkknoten massiv reduzieren.
Die nächste Bewährungsprobe steht unmittelbar bevor. Charttechnisch rückt nun die wichtige Unterstützung bei 1.388 Dollar in den Fokus. Fällt diese Marke nahe dem 52-Wochen-Tief, droht ein weiterer Abverkauf. Ein Lichtblick bleibt das institutionelle Interesse. So plant der Vermögensverwalter Invesco einen neuen Fonds für Stablecoin-Reserven auf Ethereum-Basis.
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