Ethereum: Ausverkauf verschärft sich
Ethereum fällt auf unter 1.900 US-Dollar, nachdem Zwangsverkäufe im Milliardenbereich eine Abwärtsspirale auslösten. Externe Makrofaktoren verstärken den Druck auf die Kryptowährung.

- Massive Zwangsliquidationen von Milliarden US-Dollar
- Kurs fällt über 33 Prozent in einer Woche
- Makroökonomische Sorgen schwächen Risiko-Assets
- Technische Upgrades werden vom Markt ignoriert
Ethereum steht unter massivem Beschuss. Eine toxische Mischung aus Zwangsliquidationen und makroökonomischem Gegenwind hat die zweitgrößte Kryptowährung der Welt auf den tiefsten Stand seit über neun Monaten gedrückt. Während technische Upgrades im Hintergrund weiterlaufen, dominieren Panikverkäufe und die Flucht aus gehebelten Positionen das Marktgeschehen – die Marke von 2.000 US-Dollar wurde dabei pulverisiert.
Milliarden-Liquidationen und „Black Sunday II“
Der Markt befindet sich in einer schmerzhaften Bereinigungsphase. Auslöser der jüngsten Talfahrt war ein Ereignis, das Marktteilnehmer bereits als „Black Sunday II“ bezeichnen: Am 1. Februar wurden Positionen im Wert von 2,2 Milliarden US-Dollar binnen 24 Stunden zwangsliquidiert. Dies war der größte eintägige „Wipeout“ seit Oktober 2025.
Doch die Lage beruhigte sich nicht. In dieser Woche folgten weitere Verkaufswellen, bei denen laut Marktdaten erneut über 700 Millionen US-Dollar liquidiert wurden. Analysten sehen hier eine klassische Kettenreaktion: Sinkende Kurse zwingen hoch verschuldete Investoren – darunter auch sogenannte „Wale“ – zum Verkauf, um Kredite auf Protokollen wie Aave zu bedienen. Allein zwei Großinvestoren stießen Berichten zufolge innerhalb von 48 Stunden Ether im Wert von 371 Millionen US-Dollar ab, um ihre Schulden zu decken.
Makro-Sorgen als Brandbeschleuniger
Neben den internen Marktmechanismen drücken externe Faktoren auf die Stimmung. Die Sorge vor einer strafferen Geldpolitik der US-Notenbank Fed, angeheizt durch Spekulationen um die Besetzung des Vorsitzes, stärkt den US-Dollar und schwächt Risiko-Assets wie Kryptowährungen. Zudem suchen Anleger vermehrt Sicherheit in traditionellen Häfen; Gold entwickelt sich im Vergleich zu digitalen Assets derzeit deutlich stabiler.
Die aktuelle Situation spiegelt sich drastisch im Kurs wider: Ethereum notiert heute bei rund 1.872 US-Dollar, was einem Einbruch von über 33 Prozent allein in den letzten sieben Tagen entspricht. Damit wurde auch das wichtige 52-Wochen-Tief heute neu markiert.
Tech-Fortschritt im Schatten des Crashs
Ironischerweise läuft die technische Weiterentwicklung des Netzwerks völlig unbeeindruckt vom Preisverfall weiter. Nach dem erfolgreichen „Fusaka“-Upgrade im Dezember wurde im Januar eine Erhöhung der sogenannten „Blob-Limits“ aktiviert, um die Datenverarbeitungskapazität zu steigern. Für die erste Jahreshälfte 2026 ist bereits das nächste große Update unter dem Codenamen „Glamsterdam“ geplant. Co-Founder Vitalik Buterin betonte kürzlich sogar, dass Ethereum durch neue Technologien wie „PeerDAS“ fundamentale Probleme der Skalierbarkeit gelöst habe.
Der Markt ignoriert diese fundamentalen Fortschritte jedoch momentan fast vollständig, da die Angst vor weiteren Liquidationskaskaden überwiegt.
Mit dem Rutsch auf 1.872 US-Dollar hat Ethereum wichtige Unterstützungszonen, die zuvor noch um 2.100 US-Dollar lagen, deutlich nach unten durchbrochen. Zwar bleibt die Entwickleraktivität hoch, doch kurzfristig diktiert der massive Abbau von Überschuldung („Deleveraging“) den Preis. Erst wenn die Liquidationswellen an den Terminmärkten und DeFi-Protokollen vollständig abgeebbt sind, ist mit einer Stabilisierung zu rechnen.
Ethereum: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ethereum-Analyse vom 6. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Ethereum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ethereum-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Ethereum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




