Ethereum: Bitmine hält 5,54 Millionen ETH

Großanleger wie Fidelity und Bitmine nutzen den Ethereum-Kursrutsch zu massiven Käufen und stützen so die Markterholung.

Die Kernpunkte:
  • Fidelity und BlackRock kaufen Ethereum-ETFs
  • Bitmine hält nun 4,59 Prozent aller ETH
  • Joseph Lubin sicherte Kredit, verkaufte nicht
  • Kurs erholt sich auf rund 1.670 Dollar

Während Ethereum im laufenden Jahr mehr als 44 Prozent an Wert verloren hat, kaufen Institutionen aggressiv nach. Der RSI liegt bei knapp 27 — tief im überverkauften Bereich. Und genau das nutzen einige der größten Namen im Markt.

ETF-Zuflüsse trotz Kursrückgang

Am 8. Juni verzeichneten Ethereum-ETFs insgesamt deutliche Nettozuflüsse. Fidelitys FETH führte das Feld mit 28,57 Millionen Dollar an. BlackRocks ETHB — das Staking-Funktionen enthält — folgte mit 26,96 Millionen Dollar.

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Nicht alle Anbieter profitierten. VanEcks ETHV meldete Abflüsse von 3,70 Millionen Dollar. Insgesamt überwiegt jedoch die Nachfrage nach reguliertem Ethereum-Zugang.

Bitmine nähert sich der 5-Prozent-Marke

Noch entschlossener agiert Bitmine Immersion Technologies. Das Unternehmen hält laut einer 8-K-Meldung vom 8. Juni inzwischen 5,54 Millionen ETH — das entspricht 4,59 Prozent des gesamten umlaufenden Angebots.

Allein in der Woche bis zum 8. Juni kaufte Bitmine rund 127.000 ETH für etwa 207 Millionen Dollar. Der Durchschnittspreis lag bei 1.630 Dollar je Token. Chairman Tom Lee erklärte, das Unternehmen habe den Kursrückgang bewusst zum Aufstocken genutzt. Der Ausverkauf spiegele nicht die fundamentale Stärke des Netzwerks wider. Bitmine ist damit rund 92 Prozent des Wegs zu seinem erklärten Ziel — fünf Prozent aller ETH zu halten.

Von den gehaltenen Token sind bereits 4,72 Millionen gestakt. Das generiert annualisierte Erträge von rund 230 Millionen Dollar. Sobald das gesamte Treasury gestakt ist, rechnet das Unternehmen mit etwa 270 Millionen Dollar jährlich.

Lubin-Bewegung war kein Verkauf

Für Verunsicherung hatte zuletzt eine große On-Chain-Transaktion von Ethereum-Mitgründer Joseph Lubin gesorgt. Berichte bestätigten: Lubin verschob 110.000 ETH — rund 170 Millionen Dollar — in Sky-Vaults, das frühere MakerDAO-Protokoll. Damit sicherte er einen Kredit über 259 Millionen Dollar ab. Ziel war es, die Besicherung zu stärken und das Liquidationsrisiko zu senken. Ein großflächiger Verkauf war es nicht.

Der Ethereum-Kurs hatte zuvor Tiefs nahe 1.520 Dollar getestet — das 52-Wochen-Tief lag am 6. Juni bei 1.512 Dollar. Seither hat sich der Preis auf rund 1.670 Dollar erholt. Dabei wurden etwa 271 Millionen Dollar an Long-Positionen liquidiert. Die Kombination aus institutioneller Akkumulation und wachsendem Staking-Anteil stützt die Erholung — zumindest vorerst.

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