Ethereum: Datenstreit bremst
Eine Korrektur der Staking-Statistiken zeigt mehr verfügbare ETH als gedacht, während institutionelle ETF-Abflüsse anhalten. Der Kurs bleibt unter Druck.

- Korrektur bei Staking-Daten entkräftet Angebotsengpass-These
- Anhaltende Nettoabflüsse aus US-Spot-ETFs belasten Markt
- Kurs verliert auf 30-Tage-Sicht deutlich an Wert
- Technische Analyse zeigt wichtige Widerstände und Unterstützungen
Ethereum ringt weiter mit dem Neustart nach dem jüngsten Abverkauf. Diese Woche dreht sich dabei weniger um neue Technik-Features, sondern um zwei handfeste Bremsklötze: eine wichtige Korrektur bei Staking-Daten und anhaltende Abflüsse aus Spot-ETFs. Was heißt das für die verfügbare ETH-Menge – und damit für den Preisdruck?
„50% gestakt“ – aber nur auf dem Papier
Auslöser der Diskussion war eine Meldung des On-Chain-Dienstes Santiment: Erstmals sollen mehr als 50% des gesamten Ethereum-Angebots im Staking-Vertrag gelandet sein. Das klang nach einem massiven Angebotsengpass – schließlich wäre ein großer Teil der Coins dann scheinbar „weg vom Markt“.
Doch genau hier folgte innerhalb der letzten 48 Stunden die entscheidende Korrektur. Analysten von CoinShares und andere Research-Stellen stellten klar: Die „50%“ beziehen sich auf kumulierte historische Einzahlungen und berücksichtigen Abhebungen nicht. Laut CoinShares-Forscher Luke Nolan liegt das aktiv zur Netzwerksicherheit beitragende Staking-Volumen eher bei rund 37 Millionen ETH – etwa 30,8% des Angebots.
Für Anleger ist dieser Unterschied zentral. Denn damit ist die tatsächlich liquide Menge, die grundsätzlich auf Börsen verfügbar sein kann, deutlich größer als es die Erzählung von „50% dauerhaft gesperrt“ suggeriert hatte.
Institutionelle verkaufen weiter
Während die Staking-Story an Strahlkraft verliert, bleibt die zweite Belastung bestehen: Institutionelle Anleger ziehen Kapital ab. Laut Daten von SoSoValue verzeichneten US-Spot-Ethereum-ETFs in der Woche bis zum 13. Februar Nettoabflüsse von 161 Millionen US-Dollar – bereits die vierte Woche in Folge mit negativen Flows. Besonders auffällig: BlackRocks ETHA führte die Abgaben mit 113 Millionen US-Dollar Abfluss an.
Und der Trend setzte sich in der laufenden Woche fort. Traders Union meldet für den 18. Februar allein weitere 42,5 Millionen US-Dollar Nettoabflüsse. Unterm Strich passt das schlecht zu der Hoffnung, dass sich der Markt auf dem niedrigeren Preisniveau „von selbst“ stabilisiert – dafür bleibt der institutionelle Verkaufsdruck zu konstant.
Am Markt spiegelt sich das in den Kursdaten wider: Auf 30-Tage-Sicht steht ETH mit -33,78% deutlich unter Druck.
Wichtige Marken rücken in den Fokus
Technisch wirkt das Bild laut Marktbeobachtern fragil, solange der Kursbereich um 2.000 US-Dollar nicht zurückerobert wird. Als nächste wichtige Unterstützung nennen Analysten 1.820 US-Dollar. Auf der Oberseite gilt 2.100 US-Dollar als Hürde, die Ethereum zurückgewinnen müsste, um den aktuellen Abwärtstrend zu entkräften.
Kurzfristig geben damit vor allem zwei Faktoren den Takt vor: eine nüchterner gewordene Sicht auf den „Angebotsengpass“ durch Staking und die weiterhin negativen ETF-Mittelströme.
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