Ethereum: Doppelschlag trifft Netzwerk
Ethereum verzeichnet starke institutionelle Zuflüsse und einen technischen Kursausbruch, während ein schwerer Angriff auf KelpDAO das DeFi-Ökosystem erschüttert.

- Stärkste ETF-Zuflusswoche seit Januar 2026
- Massiver Exploit bei Liquid-Staking-Protokoll KelpDAO
- Kurs bricht über wichtigen 100-Tage-Durchschnitt
- Nächstes Netzwerk-Upgrade für Juni geplant
Ethereum bricht den 100-Tage-Durchschnitt nach oben durch — und kassiert gleichzeitig einen der schwersten DeFi-Angriffe des Jahres. Beides geschah am selben Tag. Das Netzwerk zeigt damit in konzentrierter Form, was Investoren an Ethereum fasziniert und beunruhigt.
ETF-Zuflüsse auf Jahreshoch
Institutionelle Käufer treiben den Kurs. In der vergangenen Woche flossen netto rund 276 Millionen Dollar in US-Spot-ETFs auf Ethereum-Basis — die stärkste Zuflusswoche seit Mitte Januar. BlackRock und Fidelity führen diese Bewegung an. Die kumulierten Nettozuflüsse in Ethereum-ETFs liegen inzwischen bei über 11 Milliarden Dollar.
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Parallel dazu drehte das sogenannte Net Taker Volume an den Derivatemärkten erstmals in diesem Marktzyklus ins Positive. Rund 120.000 ETH wurden in den letzten Tagen von zentralisierten Börsen abgezogen — der größte Abfluss seit Oktober 2025. Beides deutet auf Akkumulation hin, nicht auf Verkaufsdruck.
Der Kurs notiert aktuell bei rund 2.349 Dollar und liegt damit gut elf Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt. Auf Wochensicht steht ein Plus von über sieben Prozent.
KelpDAO-Exploit reißt Loch in Aave
Die Kehrseite: Am 19. April traf ein massiver Exploit das Liquid-Staking-Protokoll KelpDAO. Angreifer nutzten eine Schwachstelle in einer Cross-Chain-Bridge auf LayerZero-Basis aus. Sie entwendeten rund 293 Millionen Dollar in Form von rsETH-Token.
Die Folge: Der Angreifer hinterlegte die gestohlenen Token als Sicherheit bei Aave, um frisches WETH zu leihen. Daraus entstanden faule Kredite von schätzungsweise 177 bis 200 Millionen Dollar. Der Total Value Locked bei Aave fiel von 26,4 auf 20,7 Milliarden Dollar — ein Rückgang von 25 Prozent. Investoren zogen binnen kurzer Zeit über 5,4 Milliarden Dollar von der Plattform ab. Die Governance fror die rsETH-Märkte ein.
Wo der Kurs jetzt steht
Technisch bleibt die Struktur intakt. Händler beobachten die Marke von 2.412 Dollar als entscheidendes Niveau. Ein Ausbruch darüber könnte laut Marktdaten Short-Positionen im Wert von 8,5 Milliarden Dollar liquidieren und den Weg in Richtung 2.900 Dollar öffnen. Nach unten gilt 2.300 Dollar als erste Unterstützung.
Das Netzwerk selbst liefert derweil Rekordwerte: 3,6 Millionen tägliche Transaktionen am 19. April. Das Fusaka-Upgrade aus Dezember 2025 senkte die Layer-2-Kosten um rund 40 Prozent. Für Juni plant das Ethereum-Ökosystem bereits das nächste Update namens „Glamsterdam“. Das schafft Rückenwind — sofern der DeFi-Sektor den jüngsten Schaden verdaut.
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