Ethereum: Fokus Quanten-Schutz

Die Ethereum Foundation priorisiert Post-Quantum-Sicherheit, stellt 2 Millionen Dollar für Forschung bereit und startet ein eigenes Team, um das Netzwerk gegen künftige Bedrohungen zu wappnen.

Die Kernpunkte:
  • Neues Team und Budget für Quanten-Schutz
  • Zwei Millionen Dollar Forschungsanreize vergeben
  • Testnetze für quantenresistenten Konsens laufen
  • Branchenweiter Trend zu Post-Quantum-Kryptografie

Quantencomputer sind noch nicht Alltag – aber ihre potenzielle Schlagkraft für heutige Kryptografie sorgt längst für Unruhe in Entwicklerkreisen. Genau hier setzt die Ethereum Foundation jetzt an: Post-Quantum-Sicherheit wird offiziell zur strategischen Priorität. Das Ziel ist klar: Ethereum soll in den kommenden Jahren auf Signaturen und Verfahren umgestellt werden, die auch gegen künftige Quantenangriffe bestehen.

Eigenes Team, klarer Auftrag

Die Ethereum Foundation hat im Januar 2026 öffentlich gemacht, dass Post-Quantum-(PQ)-Security künftig ein Kernpunkt der technischen Strategie ist. Dafür wurde ein eigenes Forschungs- und Engineering-Team aufgebaut, geleitet von Thomas Coratger.

Ganz neu ist das Thema intern allerdings nicht. Laut dem Ethereum-Forscher Justin Drake liefen erste Arbeiten dazu bereits ab 2019, ab 2024 wurde Quanten-Sicherheit stärker in die technische Roadmap integriert. Der Unterschied zu früher: Aus Vorarbeit wird nun ein offizielles Programm mit Struktur, Team und Budget.

2 Millionen Dollar für Forschung – und ein Signal in Richtung Hashes

Um die Umstellung voranzutreiben, stellt die Foundation 2 Millionen US-Dollar als Forschungsanreize bereit:

  • 1 Mio. US-Dollar „Poseidon Prize“, um die Poseidon-Hashfunktion zu stärken, die in Zero-Knowledge-Systemen genutzt wird
  • 1 Mio. US-Dollar für Arbeiten an post-quantum kryptografischen „Proximity Problems“

Damit sendet Ethereum auch eine technische Richtung aus: Hash-basierte Kryptografie gilt allgemein als robuster gegenüber Quantenangriffen. Die Preisgelder sollen offenbar helfen, genau diese Bausteine praxistauglich zu machen.

Technik läuft bereits – aber die Hürde ist hoch

Es bleibt nicht bei Theorie. Mehrere unabhängige Teams betreiben bereits Post-Quantum-Konsens-Testnets. Wöchentliche Abstimmungen sollen sicherstellen, dass verschiedene Implementierungen zusammenpassen – ein Muss, wenn Änderungen am Ethereum-Kernprotokoll nicht in Chaos enden sollen.

Im Zentrum steht aktuell die Consensus Layer. Dort bestätigen Tausende Validatoren Blöcke und Transaktionen. Die heikle Stelle: Das heutige Signatur-System kann viele Validator-Zustimmungen effizient „bündeln“. Ein Austausch gegen quantenresistente Signaturen darf diese Effizienz nicht zerstören – sonst würde das Netzwerk schnell an Kapazitätsgrenzen stoßen.

Eine Schlüsselrolle soll dabei leanVM spielen, eine spezialisierte kryptografische Ausführungsumgebung. Die Idee: Viele Post-Quantum-„Approvals“ sollen zu einzelnen Nachweisen zusammengeführt werden, die sich in die Blockchain integrieren lassen, ohne das Netzwerk zu überladen.

Ein Punkt, der Anleger neben der Technik beschäftigt: Der ETH-Kurs steht weiter unter Druck und liegt in den letzten 30 Tagen rund 26% im Minus. Fundamentaler Treiber der Nachricht ist das zwar nicht – aber es zeigt, dass positive Technologie-Signale aktuell auf ein schwieriges Marktumfeld treffen.

Branchentrend: Coinbase, Optimism und ein 10-Jahres-Plan

Ethereum handelt nicht isoliert. Coinbase hat einen eigenen Quantum-Advisory-Board mit führenden Kryptografen aufgesetzt – und Ethereum ist dort inzwischen vertreten. Auch im Ökosystem bewegt sich etwas: Optimism (eine große Layer-2 auf Ethereum) hat eine formale 10-Jahres-Roadmap vorgestellt, um seine Superchain-Struktur auf post-quantum Kryptografie umzustellen, inklusive Plan zum Ausphasen verwundbarer Signaturen in Wallets und Sequencern.

Was als Nächstes kommt

Die Foundation will eine detaillierte Post-Quantum-Roadmap auf einer eigenen Website veröffentlichen. Parallel startet im Rahmen des „All Core Developers“-Prozesses ein neuer zweiwöchentlicher Breakout-Call, der sich auf Post-Quantum-Transaktionen konzentriert. Diskutiert werden dort unter anderem nutzernahe Änderungen wie neue, direkt im Protokoll verankerte Kryptofunktionen und neue Account-Designs. Außerdem sind Bildungsformate geplant – inklusive einer mehrteiligen Video-Serie – sowie ein weiterer mehrtägiger Post-Quantum-Workshop später im Jahr 2026.

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