Ethereum: Geth 1.17.4 bereitet Amsterdam vor

Ethereum-Entwickler bereiten mit Geth-Update den Amsterdam-Hardfork vor. Kraken startet ETH-Optionen für institutionelle Händler.

Die Kernpunkte:
  • Geth-Update legt Basis für Amsterdam-Fork
  • Kraken bietet neue Ethereum-Optionen an
  • Kurs erholt sich dank ETF-Zuflüssen
  • Entwickleraktivität bleibt auf Rekordniveau

Während der Kurs zwischen 1.800 und 1.900 Dollar pendelt, bauen Ethereum-Entwickler still an der nächsten großen Protokoll-Generation. Ein neues Software-Update legt jetzt das technische Fundament für den kommenden Amsterdam-Hardfork. Gleichzeitig baut eine große Börse ihr Angebot für institutionelle Händler aus.

Geth-Update bereitet Amsterdam-Fork vor

Die Ethereum-Software Geth erhielt in der Version 1.17.4 mehrere zentrale Bausteine für die geplante Amsterdam-Aktualisierung. Für Nutzer bedeutet das: Das Netzwerk rüstet sich für spürbare Effizienzgewinne.

Zwei Verbesserungsvorschläge stechen hervor. EIP-7928 führt sogenannte Block-Level Access Lists ein. Diese sollen den Lesezugriff auf Daten während der Blockverarbeitung optimieren und die Verarbeitung beschleunigen. EIP-8037 erhöht die Gas-Kosten für neue State-Einträge im Netzwerk. Das Ziel: bestimmte Abläufe wirtschaftlich sinnvoller gestalten.

Der Umbau reiht sich in einen größeren Plan der Ethereum Foundation ein. Eine in diesem Monat veröffentlichte „Lean Ethereum Vision“ skizziert einen mehrjährigen Fahrplan mit rekursiven Beweisverfahren und neuen State-Typen. Die Grundlage dafür legte die Foundation bereits im Februar mit einer Roadmap für 2026, die Skalierung, Nutzerfreundlichkeit und Sicherheit abdeckt.

Kraken erweitert Derivate-Angebot

Parallel zur Protokollarbeit wächst auch die Handelsinfrastruktur rund um ETH. Die Börse Kraken startete am 20. Juli in USD abgerechnete Ethereum-Optionen. Institutionelle Händler erhalten damit eine weitere Möglichkeit, ihr ETH-Exposure abzusichern — in einem Sommer, der für Ethereum bislang eher zäh verlief.

Kurs kämpft mit gemischten Signalen

Der aktuelle Kurs von 1.931 Dollar liegt gut 11 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt, aber noch unter dem 100-Tage-Durchschnitt von knapp 1.985 Dollar. Das zeigt: Die kurzfristige Erholung ist intakt, der mittelfristige Trend bleibt angeschlagen. Zum 200-Tage-Durchschnitt fehlen weiterhin gut 11 Prozent.

Die Erholung der vergangenen Wochen hat einen Namen: ETF-Zuflüsse. Zwischen dem 13. und 17. Juli flossen netto 105 Millionen Dollar in US-Spot-ETFs auf Ethereum — mehr als bei Bitcoin im selben Zeitraum. Kurz darauf knackte ETH die Marke von 1.820 Dollar und kletterte in Richtung 1.868 Dollar, getrieben von den ETF-Zuflüssen und größeren Käufen einzelner Großanleger.

Nicht alle Daten zeichnen dasselbe Bild. Am 20. Juli registrierten große Netzwerke einen Netto-Abfluss von 6,3 Millionen Dollar bei ETH — ein Hinweis auf kurzfristig nervöse Liquidität unter Händlern. Analyst Michael van de Poppe sieht die Marke von 1.820 Dollar als entscheidend: Nur wenn Ethereum darüber bleibt, hält er einen Anstieg Richtung 2.500 Dollar für möglich.

Entwickleraktivität als Gegengewicht

Abseits von Kurs und Kapitalflüssen bleibt ein Faktor bemerkenswert stabil: die Aktivität der Entwickler-Community. Analysten führen die auf Rekordniveau liegende Bautätigkeit im Netzwerk regelmäßig als fundamentales Argument für Ethereum an.

Die Stimmung bleibt gespalten. Technische Vorsicht auf der einen Seite trifft auf langfristige Überzeugung auf der anderen. Ob die Unterstützung bei 1.830 Dollar für eine nachhaltige Wende reicht, wird sich an den kommenden Handelstagen zeigen — die Frage, ob ETH die Marke von 1.820 Dollar verteidigt, dürfte dabei richtungsweisend sein.

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