Ethereum: Jane Street setzt 82 Millionen auf ETH
Neun Forscher verlassen die Ethereum Foundation, während Jane Street massiv in ETH-ETFs investiert. Die Führungskrise trifft auf wachsendes institutionelles Interesse.

- Neun Forscher verlassen die Foundation
- Jane Street investiert 82 Mio. Dollar in ETH-ETFs
- ETH-Kurs seit Jahresbeginn 29 Prozent im Minus
- Community fordert mehr Transparenz von der EF
Die Ethereum Foundation verliert Schlüsselpersonal in einem Tempo, das die Community alarmiert. Gleichzeitig stockt Jane Street ihre ETH-ETF-Positionen massiv auf. Zwei gegenläufige Signale prägen das Bild des Netzwerks – intern Führungsvakuum, extern institutionelles Vertrauen.
Neun Abgänge binnen eines Jahres
Mit Pablo Voorvaart, Carl Beek und Julian Ma haben mindestens neun Forscher die Ethereum Foundation im Jahr 2026 verlassen. Beeks letzter Arbeitstag ist der 29. Mai – nach sieben Jahren Arbeit an der Beacon Chain und dem Proof-of-Stake-Übergang.
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Die Foundation selbst bestätigte im Mai die Abgänge von Monnot und Beiko. Alex Stokes nimmt eine Auszeit. Offizielle Statements oder Nachfolgeregelungen? Fehlanzeige. Die Organisation durchläuft eine interne Neuausrichtung, schweigt aber öffentlich zu den Details.
Ideologie trifft auf Wettbewerbsdruck
Prominente Stimmen wie Dankrad Feist und Laura Shin kritisieren: Die Foundation stelle Ideologie über Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Feist rechnet vor: Die EF kontrolliere „weniger als 0,1 Prozent aller ETH“ und erhalte keine direkten Staking- oder Gebühreneinnahmen.
Sein Vorschlag: eine milliardenschwere Treasury, teils aus Staking-Erträgen finanziert, mit klarer Rechenschaftspflicht. Vitalik Buterins Restrukturierung von 2025 hatte die Foundation bewusst von einer Top-down-Steuerung weggeführt – hin zu einer reinen Forschungs- und Förderinstitution.
Die Debatte offenbart einen grundlegenden Widerspruch: Ethereum propagiert Dezentralisierung, doch viele in der Community fordern mehr Transparenz von der Organisation, die dem Netzwerk am nächsten steht.
Protokoll läuft – Markt zeigt sich unbeeindruckt
Die technische Entwicklung läuft parallel weiter. Die Glamsterdam-Devnets sind live, die Vorbereitungen für das Hegotà-Upgrade laufen. Staking-Beteiligung und Validator-Zahlen bleiben stabil. Auch der BlackRock ETHB Staking-ETF verzeichnet weiter Zuflüsse – gestartet im März 2026.
Einige erwartete Funktionen wie FOCIL und natives Account Abstraction wurden allerdings in einen späteren Upgrade-Zyklus verschoben.
Jane Street setzt 82 Millionen auf ETH
Während intern gestritten wird, zieht es die Wall Street zu Ethereum. Jane Street, einer der einflussreichsten quantitativen Händler, hat im ersten Quartal rund 71 Prozent seiner Bitcoin-ETF-Position abgestoßen – und gleichzeitig etwa 82 Millionen Dollar in Ethereum-ETFs umgeschichtet.
Konkret verdoppelte die Firma ihre Position im BlackRock iShares Ethereum Trust (ETHA) und stockte den Fidelity Ethereum Fund (FETH) deutlich auf. Auch Wells Fargo zeigt erhöhtes Engagement. Ein klares Signal: Institutionelle sehen ETH zunehmend als Anlageklasse.
Kurs unter Druck – Markt bleibt skeptisch
ETH notiert aktuell bei 2.131 Dollar – rund 29 Prozent im Minus seit Jahresbeginn. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 4.829 Dollar beträgt fast 56 Prozent. Spot-ETH-ETFs verzeichneten zwei aufeinanderfolgende Wochen mit Nettoabflüssen von insgesamt 404 Millionen Dollar.
Auf Polymarket geben Trader ETH lediglich 24 Prozent Chance, bis Ende 2026 die 3.500-Dollar-Marke zu erreichen. Die Wahrscheinlichkeit für 4.000 Dollar liegt bei 15 Prozent, für 5.000 Dollar bei acht Prozent. Die realistische Jahresendspanne: 3.000 bis 3.500 Dollar – vorausgesetzt, die Führungskrise findet eine Antwort.
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