Ethereum: Konsolidierung nach Rally
Ethereum notiert nach einer starken Rally leicht im Minus, während ein technisches Upgrade die Kapazität für Layer-2-Netzwerke erweitert. Das Netzwerk verzeichnet zugleich Rekordaktivität bei niedrigen Gebühren.

- Kurskonsolidierung nach starkem Wochenplus
- Technisches Upgrade erhöht Blob-Kapazität
- Rekordwerte bei Transaktionen und Adressen
- Spot-ETFs verzeichneten hohe Zuflüsse 2025
Ethereum zeigt sich am 8. Januar 2026 nach einer starken Jahresauftakt-Rally in Konsolidierungslaune. Die zweitgrößte Kryptowährung notiert bei rund 3.117 US-Dollar und gibt damit etwa 3 Prozent nach. Parallel dazu implementiert das Netzwerk technische Upgrades, die das Skalierungspotenzial deutlich erweitern sollen.
Starker Jahresstart trotz Rücksetzer
Die aktuelle Schwäche relativiert sich beim Blick auf die Wochenperformance: Seit Neujahr legte ETH um rund 6 Prozent zu, nachdem der Kurs von 2.967 US-Dollar am 1. Januar auf zwischenzeitlich über 3.295 US-Dollar am 6. Januar kletterte. Das entsprach einem Wochenplus von mehr als 11 Prozent.
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Die heutige Korrektur fügt sich in eine breitere Marktkonsolidierung ein. Trader verarbeiten makroökonomische Signale zur Zinspolitik der US-Notenbank, während das Handelsvolumen mit 15,9 bis 23,7 Milliarden US-Dollar in 24 Stunden weiterhin robust ausfällt.
Blob-Kapazität erweitert: Mehr Platz für Layer-2-Netzwerke
Das technisch bedeutsamste Ereignis der Woche ist die erfolgreiche Implementierung des zweiten Blob Parameter Only (BPO) Fork. Das Upgrade erhöhte die Datenkapazität für Layer-2-Rollups spürbar:
- Blob-Target: von 10 auf 14 erhöht
- Maximales Blob-Limit: von 15 auf 21 angehoben
Blobs sind Datenpakete, die Rollup-Netzwerke wie Base, Arbitrum, Optimism, zkSync Era oder StarkNet nutzen, um Transaktionen außerhalb der Ethereum-Mainchain abzuwickeln. Bei knapper Blob-Kapazität können die Gebühren auf Layer-2-Netzwerken deutlich steigen. Die Erweiterung schafft Spielraum und stabilisiert die Transaktionskosten für Nutzer.
On-Chain-Daten zeigen, dass die Blob-Nutzung trotz wachsender Rollup-Aktivität weiterhin unter der verfügbaren Kapazität liegt. Ethereum skaliert damit proaktiv, bevor Engpässe entstehen.
Rekord-Netzwerkaktivität trifft auf niedrige Gebühren
Die fundamentalen Netzwerkdaten zeichnen ein Bild robuster Adoption. Ende Dezember 2025 verzeichnete Ethereum mit 2,23 Millionen täglichen Transaktionen ein Allzeithoch – ein Plus von 48 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die monatlich aktiven Adressen erreichten im Dezember einen Rekord von 10,4 Millionen.
Gleichzeitig sanken die durchschnittlichen Transaktionsgebühren auf etwa 0,17 US-Dollar. Für Nutzer eine klare Verbesserung, für ETH-Investoren entsteht daraus jedoch eine Frage: Wie erfasst das Netzwerk Wert, wenn der Großteil der Aktivität auf Layer-2-Ebene stattfindet und weniger ETH über den EIP-1559-Mechanismus verbrannt wird?
Die Antwort vieler Befürworter: Ethereum positioniert sich als Settlement-Layer für ein tokenisiertes Finanzsystem. Das Netzwerk dominiert weiterhin bei Stablecoins mit 57 Prozent Marktanteil und hält etwa 65 Prozent aller tokenisierten Real-World-Assets im Wert von 19 Milliarden US-Dollar.
Institutionelle Nachfrage bleibt intakt
Spot-Ethereum-ETFs verzeichneten 2025 Zuflüsse von 12,7 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von 138 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die jüngsten wöchentlichen Abflüsse von 161 Millionen US-Dollar reflektieren typische Jahresend-Umschichtungen, nicht einen grundsätzlichen Stimmungswandel.
Am Optionsmarkt zeigt sich moderater Optimismus: Signifikantes Call-Open-Interest clustert sich um die 3.500-US-Dollar-Marke für die Fälligkeit am 30. Januar. Die Finanzierungsraten bei Perpetual Futures haben sich nach negativem Terrain Ende Dezember erholt und liegen aktuell über denen von Bitcoin.
Ausblick: Interoperabilität als Schlüsselthema
Für 2026 rückt die Verbesserung der Interoperabilität zwischen Layer-2-Netzwerken in den Fokus. Nach Jahren fragmentierter Nutzererfahrung und aufgesplitterter Liquidität sprechen Entwickler von einem Jahr der “Vereinheitlichung”. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Rekord-Netzwerkaktivität und verbesserte Layer-2-Integration sich in nachhaltigem Kurswachstum niederschlagen.
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