Ethereum: Rekordjagd mit Hindernissen
Ethereum startet 2026 mit Rekordnutzung und institutionellen Zuflüssen, doch die entspannte Staking-Situation und regulatorische Ungewissheit dämpfen die kurzfristige Euphorie.

- Rekordwerte bei täglichen Transaktionen und Nutzerbasis
- Institutionelle Zuflüsse in ETFs trotz Bitcoin-Abflüssen
- Staking-Warteschlangen fallen auf null als Warnsignal
- Terminmarkt sieht geringe Chance auf Allzeithoch bis März
Ethereum ist mit mehr Schwung in das Börsenjahr 2026 gestartet als der Platzhirsch Bitcoin und zeigt sich trotz eines volatilen Marktumfelds widerstandsfähig. Während die Blockchain neue Rekorde bei der Netzwerkaktivität verzeichnet und institutionelle Anleger gezielt zugreifen, offenbart ein Blick auf die Staking-Daten jedoch ein Detail, das die kurzfristige Euphorie bremsen könnte. Die zweitgrößte Kryptowährung steht damit an einem spannenden Scheideweg zwischen fundamentalem Wachstum und technischen Hürden.
Institutionelle Anleger setzen Akzente
Der Kurs von Ethereum konnte sich zuletzt oberhalb der Marke von 3.000 US-Dollar behaupten und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Plus von über 6 Prozent. Auffällig ist dabei die Divergenz zu Bitcoin: Während Bitcoin-ETFs zuletzt Nettoabflüsse hinnehmen mussten, flossen Gelder in Ethereum-ETFs, angeführt von BlackRocks ETHA-Produkt. Marktbeobachter werten dies als Zeichen für eine selektive Positionierung institutioneller Investoren, die offenbar Potenzial in der führenden Smart-Contract-Plattform sehen. Auch die Marktdominanz von Ethereum stieg auf 12 Prozent, was Spekulationen über eine beginnende “Altcoin-Season” nährt.
Das Warnsignal beim Staking
Trotz der positiven Kursentwicklung gibt es einen strukturellen Faktor, der zur Vorsicht mahnt. Berichte zeigen, dass die Warteschlangen für das Ethereum-Staking auf nahezu null gefallen sind. Dies bedeutet, dass ein wichtiger Verknappungsfaktor auf der Angebotsseite wegfällt, der den Preis in der Vergangenheit gestützt hatte.
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Erwartungen am Terminmarkt wider. Auf der Prognoseplattform Polymarket räumen Händler der Wahrscheinlichkeit, dass Ethereum bis März 2026 ein neues Allzeithoch erreicht, derzeit nur geringe Chancen ein. Als bremsende Faktoren gelten hierbei die fragmentierte Liquidität über verschiedene Layer-2-Netzwerke hinweg sowie das nun ungebremste Angebot aus dem Staking-Bereich.
Massive Nutzung des Netzwerks
Fundamental präsentiert sich das Netzwerk hingegen so stark wie nie zuvor. Das im Dezember durchgeführte “Fusaka”-Upgrade, welches die Kosten für Layer-2-Lösungen senkte und die Kapazität erhöhte, zeigt Wirkung. Zum Jahreswechsel explodierten die Transaktionszahlen förmlich:
- 29. Dezember 2025: Historischer Rekord mit 2,23 Millionen Transaktionen an einem einzigen Tag.
- Aktivität: Auch in den ersten Januartagen blieb das Volumen mit rund 2 Millionen täglichen Transaktionen auf extrem hohem Niveau.
- Nutzerbasis: Die Zahl der aktiven monatlichen Adressen erreichte im Dezember einen Rekordwert von 10,4 Millionen.
Besonders im Bereich der Stablecoins und tokenisierten Real-World-Assets (RWAs) zementiert Ethereum seine Marktführerschaft. Allein im vierten Quartal 2025 wurden Stablecoins im Wert von über 8 Billionen US-Dollar über das Netzwerk transferiert. Zudem beherbergt die Blockchain etwa 65 Prozent des gesamten RWA-Marktes, was ihre Rolle als kritische Infrastruktur für die digitale Wirtschaft unterstreicht.
Fazit und Ausblick
Ethereum startet mit einem gemischten, aber konstruktiven Bild in das Jahr 2026. Die fundamentale Stärke durch Rekordnutzung und das erfolgreiche Fusaka-Upgrade stehen kurzfristigen technischen Gegenwinden durch die entspannte Staking-Situation gegenüber. Für Anleger dürfte der 15. Januar ein wichtiges Datum werden, wenn im US-Senat über ein neues Krypto-Gesetz abgestimmt wird. Ob die aktuelle Stärke nachhaltig ist, hängt maßgeblich davon ab, ob die institutionellen Zuflüsse anhalten und regulatorische Klarheit geschaffen wird.
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