Ethereum: Schwab öffnet die Tür

Der Finanzdienstleister Charles Schwab plant den direkten Spot-Handel mit Bitcoin und Ethereum für seine Millionen Kunden, was den Kryptomarkt strukturell verändern könnte.

Die Kernpunkte:
  • Direkter Handel über bestehende Brokerage-Konten
  • Zugang für Millionen Retail- und Beratungskunden
  • Potenzial für Niedriggebühren-Strategie
  • Gemischtes Marktumfeld trotz positiver Nachricht

Charles Schwab will noch im ersten Halbjahr 2026 den direkten Spot-Handel mit Bitcoin und Ethereum starten. Für ETH ist das mehr als eine Randnotiz — es geht um Zugang zu 38,9 Millionen Brokerage-Konten und einem Kundenvermögen von rund 12 Billionen Dollar.

Was Schwab konkret plant

Die neue Plattform „Schwab Crypto“ wird zunächst nur BTC und ETH unterstützen. Der Rollout beginnt intern mit Mitarbeitern, bevor ausgewählte Kunden und schließlich die breite Anlegerbasis Zugang erhalten. Eine Warteliste ist bereits geöffnet.

Entscheidend ist die Struktur: Kunden kaufen und verkaufen die Kryptowährungen direkt innerhalb von Schwabs bestehender Brokerage-Oberfläche — ohne separates Wallet oder Drittanbieter-Konto. Der Dienst läuft über die Charles Schwab Premier Bank, eine staatliche Sparkassencharta, was auf einen regulatorisch konservativen Ansatz hindeutet. Einwohner von Bundesstaaten mit strengen Krypto-Regeln, darunter New York und Louisiana, bleiben beim ersten Rollout ausgeschlossen.

Struktureller Druck auf den Krypto-Markt

Bisher verdienten ETF-Emittenten und Kryptobörsen an Schwab-Kunden, die indirekten Zugang über kryptobezogene Aktien, Futures oder Spot-ETPs suchten. Mit dem Direkthandel zielt Schwab darauf ab, diese Gebührenströme selbst zu vereinnahmen.

Schwab hat 2019 die Aktienhandelsprovisionen auf null gesenkt und damit die gesamte Branche unter Druck gesetzt. Sollte das Unternehmen eine ähnliche Niedriggebühren-Strategie auf Krypto anwenden, könnte das die Margen etablierter Kryptobörsen erheblich belasten.

Institutionelles Bild bleibt gespalten

Schwabs Ankündigung trifft auf ein gemischtes Marktumfeld. Spot-Ethereum-ETFs verzeichneten im März Abflüsse von über 77 Millionen Dollar — bereits der fünfte Monat in Folge mit Mittelabflüssen. Netzwerkseitig sanken die aktiven Adressen im März um 14 Prozent auf 11,5 Millionen, die generierten Gebühren fielen um 39 Prozent auf 10,4 Millionen Dollar.

Trotzdem verändert Schwabs Eintritt die Ausgangslage strukturell. ETH rückt damit in dasselbe Kontoumfeld, das Millionen von Retail- und Beratungskunden bereits für Aktien und ETFs nutzen — eine Qualität der Zugänglichkeit, die bisherige ETF-Strukturen nicht erreicht haben. Der ETH-Kurs notiert aktuell rund 32 Prozent unterhalb seines 200-Tage-Durchschnitts, was zeigt, wie stark das Sentiment trotz positiver Strukturnachrichten noch belastet ist.

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