European Lithium: 7% Korrektur auf 0,224 Euro
European Lithium und Critical Metals planen Fusion zur Bündelung strategischer Rohstoffprojekte in Grönland und Österreich.

- Fusion im Wert von 835 Millionen Dollar
- Auflösung der Überkreuzbeteiligung geplant
- Kontrolle über Seltene-Erden-Projekt Tanbreez
- Abschluss für zweite Jahreshälfte 2026 avisiert
Auf einen Kurssprung von über 40 Prozent folgte prompt die Korrektur. Die Aktien von European Lithium gaben am 29. April rund sieben Prozent nach. Auslöser der Volatilität ist ein geplanter Umbau, der die Lieferketten für kritische Mineralien im Westen neu ordnen soll. Das Unternehmen strebt eine Fusion mit der an der Nasdaq gelisteten Critical Metals an.
Komplexe Strukturen verschwinden
Die vorgeschlagene Transaktion hat ein Volumen von rund 835 Millionen US-Dollar. Critical Metals beabsichtigt, über einen Aktientausch sämtliche Anteile von European Lithium zu übernehmen. Ein zentraler Punkt der unverbindlichen Vereinbarung ist die Auflösung der bisherigen Überkreuzbeteiligung. Das 34-prozentige Aktienpaket, das European Lithium an Critical Metals hält, soll nach Abschluss annulliert werden.
Durch diesen Schritt sichert sich Critical Metals die vollständige Kontrolle über das Seltene-Erden-Projekt Tanbreez in Grönland. Bislang hielt European Lithium dort direkt einen Anteil von gut sieben Prozent. Marktbeobachter werten die Konsolidierung als logischen Schritt, um die Unternehmensführung zu vereinfachen und die Vermögenswerte beider Firmen zu bündeln.
Geopolitischer Rückenwind
European Lithium geht mit gut gefüllten Kassen in die Verhandlungen. Ende März wies die Bilanz liquide Mittel von 219 Millionen US-Dollar aus. Dieses Kapital soll künftig die Entwicklung der Kernprojekte vorantreiben. Dazu zählen neben Tanbreez auch das Lithium-Vorkommen Wolfsberg in Österreich.
Die grönländische Lagerstätte gilt als strategisch wertvoll. Sie enthält schwere Seltene Erden wie Terbium und Dysprosium, die für Hochleistungsmagnete in Elektromotoren und Rüstungsgütern unverzichtbar sind. Genau hier setzt die westliche Industriepolitik an. Ab Anfang 2027 verbieten die USA den Einsatz chinesischer Magnete in ihren Verteidigungssystemen.
Derzeit kontrolliert China den Weltmarkt für diese Komponenten mit einem Anteil von über 80 Prozent. Um diese Abhängigkeit zu brechen, schmieden westliche Regierungen neue Allianzen. Erst Ende April unterzeichneten die USA und die EU eine Vereinbarung für ein gemeinsames Rohstoff-Forum, das auch Länder wie Australien und Japan einbindet.
Der weitere Fahrplan
Bis aus den Plänen ein rechtskräftiger Vertrag wird, müssen noch einige Hürden genommen werden. Die beteiligten Unternehmen peilen bis zum 7. Mai 2026 eine bindende Vereinbarung an. Danach folgen Due-Diligence-Prüfungen und die Einholung behördlicher Genehmigungen.
Das letzte Wort haben die Aktionäre. Eine formelle Abstimmung über die Fusion ist für das dritte Quartal angesetzt. Fällt das Votum positiv aus, soll die Transaktion in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden.
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