European Lithium Aktie: 7,4 Prozent auf Fusionsvertrag

European Lithium schließt bindenden Fusionsvertrag mit Critical Metals Corp. Aktionäre erhalten Aktienanteile am kombinierten Unternehmen.

Die Kernpunkte:
  • Rechtsverbindlicher Fusionsvertrag unterzeichnet
  • Aktie legt um 7,4 Prozent zu
  • Wolfsberg-Projekt als strategischer Kern
  • Abschluss für zweite Jahreshälfte geplant

European Lithium hat eine entscheidende Schwelle überschritten. Die bislang angekündigte Zusammenführung mit dem Nasdaq-notierten Unternehmen Critical Metals Corp ist in eine rechtsverbindliche Phase getreten — und der Markt reagierte prompt: Am Freitag legte die Aktie um 7,4 Prozent auf A$0,435 zu, bei einem Handelsvolumen von 27 Millionen Aktien.

Was der Vertrag regelt

Das Herzstück ist ein sogenanntes Scheme Implementation Deed, ein bindender Fusionsvertrag nach australischem Recht. European-Lithium-Aktionäre erhalten für je eine gehaltene Aktie 0,035 Anteile an Critical Metals — ausschließlich in Aktien, kein Barausgleich. Nach Abschluss der Transaktion sollen die bisherigen European-Lithium-Aktionäre rund 41 Prozent des kombinierten Unternehmens halten.

Die Fusion bündelt zwei strategisch relevante Assets: das Wolfsberg-Lithiumprojekt im österreichischen Kärnten — das erste vollständig genehmigte Lithiumbergwerk Europas — und das Tanbreez-Seltene-Erden-Projekt in Grönland, das vollständig unter Critical Metals konsolidiert werden soll.

Wolfsberg als Schlüsselprojekt

Wolfsberg ist kein Rohstoffprojekt auf dem Reißbrett. Die Genehmigungen liegen vor, die Infrastrukturanbindung über Straße und Schiene ist gesichert. Für europäische Batterielieferketten, die unter Druck stehen, Abhängigkeiten von asiatischen Lieferanten zu reduzieren, ist das ein handfester Vorteil.

Die fusionierte Gruppe soll auf einer soliden Kapitalbasis starten. European Lithium wies zum 31. März 2026 eine Kassenposition von rund A$306 Millionen aus. Zusammen mit der Liquidität von Critical Metals soll das ausreichen, um Bau- und Produktionszeitpläne zu beschleunigen.

Zeitplan und offene Hürden

Der Abschluss der Transaktion ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Im dritten Quartal soll die Abstimmungsversammlung der Aktionäre stattfinden. Neben dem Aktionärsvotum braucht die Fusion noch Genehmigungen von Gerichten und Regulatoren in mehreren Jurisdiktionen.

Ein Detail verdient Aufmerksamkeit: Die Umsetzung steht unter dem Vorbehalt einer Mindestanforderung an Nettoliquidität und liquiden Vermögenswerten. Solange die unabhängigen Expertengutachten und Offenlegungsdokumente noch ausstehen, bleibt dieser Punkt ein Faktor, den Aktionäre im Blick behalten müssen. Technisch gesehen liegt der nächste Widerstand bei A$0,490 — dem 52-Wochen-Hoch.

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