European Lithium Aktie: Abstimmung zum 22. Oktober freigegeben
European Lithium erhält gerichtliche Zustimmung für Aktionärstreffen. Die Abstimmung über Critical Metals ist für den 22. Oktober vorgesehen.

- Aktie gewinnt 3,1 Prozent
- Gericht genehmigt Aktionärsversammlungen
- Abstimmung am 22. Oktober geplant
- Umtauschverhältnis liegt zwischen 0,025 und 0,045
European Lithium legt am Mittwoch um 3,1 Prozent zu und notiert bei 0,2140 Euro. Auslöser ist die gerichtliche Freigabe im Übernahmeverfahren durch Critical Metals Corp, die das Unternehmen gestern erreicht hat.
Der Supreme Court of Western Australia hat angeordnet, dass European Lithium Versammlungen für Aktionäre und Optionsinhaber einberuft, um über die Übernahmepläne von Critical Metals Corp abzustimmen. Zugleich genehmigte das Gericht den Versand des sogenannten Scheme Booklet an die Anteilseigner. Das Dokument, das zuvor von der australischen Aufsichtsbehörde ASIC registriert wurde, soll den Betroffenen um den 22. September zugehen.
Abstimmungstermin steht fest
Die eigentliche Entscheidung fällt nun am 22. Oktober: An diesem Tag sollen die Versammlungen der Aktionäre und Optionsinhaber im westaustralischen West Leederville stattfinden. Stimmen die Anteilseigner zu und erfüllt die Transaktion die verbleibenden Bedingungen, soll die Fusion im November vollzogen werden. Der Zeitplan hat sich damit im Vergleich zu früheren Ankündigungen konkretisiert und rückt näher.
Die Übernahme selbst ist als zwei miteinander verknüpfte Schemes of Arrangement nach australischem Recht strukturiert. Kern der Transaktion ist ein variables Umtauschverhältnis: Seit einer Anpassung im August erhalten European-Lithium-Aktionäre zwischen 0,025 und 0,045 Aktien von Critical Metals Corp je eigener Aktie, abhängig vom 20-Tage-VWAP der Critical-Metals-Papiere.
Zuvor war ein festes Verhältnis von 0,035 vereinbart gewesen. Nach Abschluss der Transaktion sollen European-Lithium-Aktionäre auf unverwässerter Basis rund 41 Prozent am kombinierten Unternehmen halten.
Kursverlauf spiegelt Übernahmefantasie
Der jüngste Kurssprung reiht sich in eine deutliche Erholung der vergangenen Wochen ein: Binnen 30 Tagen legte die Aktie um 17 Prozent zu. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 136 Prozent zu Buche – ein Anstieg, der maßgeblich von den fortschreitenden Übernahmeschritten getragen wird. Vom 52-Wochen-Hoch bei 0,3055 Euro, erreicht Anfang Juni, ist das Papier mit einem Abstand von 30 Prozent aber weiterhin entfernt.
Für den Vollzug der Fusion sind neben der Aktionärszustimmung noch eine weitere gerichtliche Bestätigung sowie die Erfüllung übriger Vollzugsbedingungen notwendig. Die zugrundeliegende Vereinbarung zwischen beiden Unternehmen war bereits im Juli in Teilen angepasst worden, ohne dass sich an den kommerziellen Kernbedingungen etwas änderte.
Anleger dürften den Blick nun auf den Versand des Scheme Booklet Ende September richten, bevor die eigentliche Abstimmung Ende Oktober über den weiteren Fahrplan entscheidet.
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