European Lithium Aktie: ASX erleichtert Fusionsweg am 24. Juli
European Lithium erhält ASX-Ausnahmegenehmigung für Fusion mit Critical Metals Corp. Das Scheme Booklet wird in Kürze erwartet.

- ASX erteilt Ausnahmegenehmigung für Fusion
- Kapitalstruktur wird vereinfacht
- Scheme Booklet erscheint Ende Juli
- Abstimmung für Ende August geplant
European Lithium legte in den jüngsten Handelssitzungen um 4,96 Prozent zu und schloss bei 0,1736 Euro. Damit liegt der Kurs rund 4,70 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt von 0,1658 Euro. Das deutet auf eine technische Stabilisierung hin, während der Konzern in eine entscheidende Phase seiner Fusion eintritt.
ASX erleichtert die Kapitalstruktur
Ein wichtiger Treiber der jüngsten Kursbewegung ist ein verfahrenstechnischer Fortschritt bei der geplanten Fusion mit dem Nasdaq-notierten Unternehmen Critical Metals Corp. Die australische Börsenaufsicht ASX hat European Lithium am 24. Juli 2026 eine Ausnahmegenehmigung von Listing Rule 6.23.2 erteilt. Für den Konzern bedeutet das eine spürbare administrative Entlastung.
Die Genehmigung erlaubt European Lithium, ausstehende Optionen und verschiedene Klassen von Performance Rights zu streichen — ohne separate Zustimmung der Aktionäre für diese einzelnen Instrumente einzuholen. Stattdessen tauscht der Konzern diese Wertpapiere direkt gegen neue Aktien oder Warrants von Critical Metals Corp, sobald das sogenannte „Scheme of Arrangement“ wirksam wird. Der Schritt soll die Kapitalstruktur vereinfachen und Verzögerungen im Vorfeld des Fusionsabschlusses verhindern.
Scheme Booklet als nächster Katalysator
Anleger richten den Blick nun auf die letzten Julitage. Der Konzern will sein offizielles „Scheme Booklet“ bis Ende des Monats oder Anfang August veröffentlichen. Das nach australischem Recht vorgeschriebene Dokument enthält einen unabhängigen Gutachterbericht von Nexia Perth Corporate Finance.
Dieser Bericht liefert eine Einschätzung darüber, ob die Fusion im besten Interesse der European-Lithium-Aktionäre liegt. Die Transaktion bleibt für eine Abstimmung Ende August 2026 auf Kurs, die Umsetzung ist für September geplant.
Jüngste Änderungen der Fusionsvereinbarung haben eine „Sale Facility“ für Kleinanleger eingeführt. Betroffen sind Aktionäre mit 50.000 oder weniger Aktien. Sie können ihre zugeteilten Critical-Metals-Aktien über einen Agenten am Markt verkaufen lassen und erhalten den Nettoerlös in bar — statt direkt Nasdaq-notierte Wertpapiere zu halten.
Kursverlauf zeigt hohe Schwankungsbreite
Der jüngste Kursanstieg täuscht über die Volatilität der vergangenen Wochen nicht hinweg. Binnen 30 Tagen verlor die Aktie 27,67 Prozent, nachdem sie Anfang Juni bei 0,3055 Euro ihr 52-Wochen-Hoch markiert hatte. Der Relative-Stärke-Index von 36,4 zeigt: Das Papier ist inzwischen deutlich aus dem überkauften Bereich herausgekühlt.
Auf Jahressicht bleibt die Bilanz dennoch beeindruckend — seit Jahresbeginn steht ein Plus von 91,61 Prozent zu Buche. Die geplante Umstellung von der ursprünglich erwogenen CDI-Struktur auf die direkte Ausgabe von Critical-Metals-Stammaktien gilt als weiterer Schritt zur Vereinfachung der Integration nach der Fusion.
Sollte die Transaktion wie geplant ablaufen, halten die bisherigen European-Lithium-Aktionäre rund 41 Prozent am fusionierten Unternehmen. Im Fokus stehen dann zwei Projekte: das Wolfsberg-Lithium-Projekt in Österreich und das Tanbreez-Seltene-Erden-Projekt in Grönland. Die Abstimmung Ende August dürfte zeigen, wie viel Rückhalt der Deal bei den Aktionären tatsächlich findet.
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