European Lithium Aktie: CDI-Struktur gestrichen
European Lithium streicht die CDI-Route für die Übernahme durch Critical Metals. Aktionäre erhalten direkt Aktien der Zielgesellschaft.

- Direkte Aktien statt ASX-CDIs
- Optionsausübung erhöht Aktienanzahl
- Kurs fällt nach Klarstellung
- Transaktionsfahrplan bleibt bestehen
European Lithium verliert nach dem jüngsten Kurssprung spürbar an Höhe. Die Aktie schloss am Freitag bei 0,25 Euro, ein Minus von 8,70 Prozent am Tag und 14,71 Prozent auf Wochensicht. Hinter dem Druck steckt kein neues Projektproblem, sondern eine wichtige Klarstellung zur geplanten Transaktion mit Critical Metals.
Direkte Aktien statt ASX-CDIs
European Lithium will für die Abwicklung der geplanten Transaktion keine ASX-gelisteten CHESS Depository Interests einrichten. Aktionäre sollen stattdessen direkt Aktien von Critical Metals erhalten. Das ist mehr als ein technisches Detail, weil die bisherige Struktur beide Wege offenließ.
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CDIs hätten die Critical-Metals-Aktien indirekt an der australischen Börse handelbar gemacht. Die direkte Aktienzuteilung macht den nächsten Schritt klarer, auch wenn die genaue Mechanik noch finalisiert werden muss. European Lithium arbeitet dafür weiter mit Critical Metals zusammen.
Unter der verbindlichen Scheme Implementation Deed vom 19. Mai 2026 sollen Aktionäre für jede European-Lithium-Aktie 0,035 Critical-Metals-Aktien erhalten. Inhaber börsennotierter Optionen sollen Critical-Metals-Wertpapiere bekommen, berechnet nach dem inneren Wert ihrer Optionen auf Basis einer bargeldlosen Ausübung.
Optionsausübung verändert Kapitalbasis
Parallel zur Klarstellung gab es Bewegung bei der Aktienzahl. European Lithium gab neue voll eingezahlte Stammaktien aus, nachdem mehrere Optionspakete ausgeübt wurden:
- 2.000.000 nicht börsennotierte Optionen zu 0,12 Dollar
- 4.663.778 börsennotierte Optionen zu 0,10 Dollar
- 5.983 nicht börsennotierte Optionen zu 0,08 Dollar
Daraus entstanden 6.669.761 neue Aktien. Gemessen an der gesamten Kapitalbasis ist das kein großer Sprung, im Umfeld eines reinen Aktientauschs wird jede Verwässerung aber genauer gelesen.
Nach Zulassung der neuen Papiere standen 1.723.035.874 voll eingezahlte Stammaktien aus. Daneben gab es 242.932.004 börsennotierte Optionen, die am 30. April 2027 auslaufen.
Transaktionsfahrplan bleibt der Taktgeber
Der Kern der Story bleibt die geplante Übernahme aller ausgegebenen Aktien und börsennotierten Optionen durch Critical Metals über zwei gerichtlich genehmigte Schemes nach australischem Recht. Die Transaktion soll auch die Eigentümerstruktur am Tanbreez-Rare-Earths-Projekt innerhalb von Critical Metals bündeln. Bei Umsetzung würden European-Lithium-Aktionäre rund 41 Prozent der kombinierten Gruppe halten.
Der Zeitplan ist eng. Die Scheme-Unterlagen sollen im Juli oder August 2026 verschickt werden, die Versammlungen und eine mögliche Umsetzung sind für August oder September 2026 vorgesehen. Dafür braucht es die Zustimmung der Aktionäre, der Optionsinhaber und des Gerichts.
Am Kurs zeigt sich bereits, wie empfindlich der Markt auf Details reagiert. Vom Hoch bei 0,31 Euro liegt die Aktie inzwischen 19,31 Prozent entfernt; seit Jahresanfang bleibt trotzdem ein Plus von 164,48 Prozent.
Der nächste konkrete Prüfstein sind die Scheme-Unterlagen. Dort werden die finalen Abwicklungsdetails, die Einschätzung des unabhängigen Experten und die genauen Abstimmungstermine stehen. Bis dahin dürfte die Aktie vor allem an der Frage hängen, ob der direkte Weg in Critical-Metals-Aktien die Umsetzung erleichtert — oder ob die starken Vorabgewinne weiter zu Gewinnmitnahmen führen.
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