European Lithium Aktie: Fusion mit Critical Metals
European Lithium hält am Fusionsplan mit Critical Metals Corp fest. Das Scheme Booklet soll Ende Juli versendet werden, der Vollzug ist für September 2026 geplant.

- Scheme Booklet für Juli/August geplant
- Aktionäre erhalten 0,035 Critical-Metals-Anteile
- Kursrutsch von über 8 Prozent am Freitag
- Fusion soll Anfang September vollzogen werden
European Lithium kommt seiner geplanten Fusion mit dem NASDAQ-Konzern Critical Metals Corp einen Schritt näher. Das Unternehmen will das sogenannte Scheme Booklet, das den Aktionären die Details der Transaktion erläutert, Ende Juli oder Anfang August 2026 verschicken. Der Zeitplan für den Zusammenschluss bleibt damit auf Kurs.
Der Kurs am Freitag erzählt allerdings eine andere Geschichte. European Lithium verlor 8,32 Prozent und schloss bei 0,1718 Euro. Auf Monatssicht steht ein Minus von 33,41 Prozent zu Buche — ein deutlicher Rückschlag, gerade weil die Aktie seit Jahresbeginn noch immer 89,62 Prozent im Plus liegt.
Tauschverhältnis und Eigentumsanteile
Der Deal sieht vor, dass Aktionäre von European Lithium für jede gehaltene Aktie 0,035 neue Anteile an Critical Metals Corp erhalten. Nach Abschluss der Transaktion sollen die bisherigen European-Lithium-Aktionäre zwischen 41 und 45 Prozent am fusionierten Unternehmen halten. Der Gedanke dahinter: Die Aktionäre tauschen ihre Anteile gegen Papiere des liquideren, an der NASDAQ notierten Partners und gewinnen so an Handelbarkeit.
Geplanter Vollzugstermin ist Anfang September 2026, vorausgesetzt sämtliche Bedingungen werden erfüllt. Bis dahin bleibt die Aktie an der Heimatbörse volatil — die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei 83,61 Prozent und signalisiert entsprechend große Kursausschläge in beide Richtungen.
Ein Blick auf die Historie
European Lithium und Critical Metals Corp sind keine Fremden. Critical Metals wurde 2024 aus European Lithium ausgegliedert und betreibt seither das Tanbreez-Seltene-Erden-Projekt in Grönland. European Lithium selbst hält weiterhin eine bedeutende Beteiligung an dem NASDAQ-Konzern.
Das Kerngeschäft von European Lithium liegt jedoch anderswo: Das australische Unternehmen entwickelt Lithiumprojekte in Europa, allen voran das Wolfsberg-Projekt in Österreich, ergänzt durch Explorationsrechte in Irland und der Ukraine. Ziel ist die Position als Lieferant von batterietauglichem Lithiumhydroxid für die europäische Batterie-Lieferkette.
Der jüngste Kursrutsch relativiert sich im längeren Vergleich. Das 52-Wochen-Hoch von 0,3055 Euro datiert vom 2. Juni 2026 — seither hat die Aktie fast 44 Prozent eingebüßt. Auf Zwölfmonatssicht steht dennoch ein Plus von 238,19 Prozent zu Buche, was den aktuellen Rückgang eher als Konsolidierung nach einer starken Rally erscheinen lässt denn als fundamentalen Bruch.
Bis zum Versand des Scheme Booklet Ende Juli oder Anfang August dürfte der Fokus der Marktteilnehmer auf den Detailbedingungen der Fusion liegen. Der eigentliche Vollzug der Transaktion bleibt für Anfang September 2026 terminiert.
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