European Lithium Aktie: Hafnium-Produktion soll sich verdoppeln

Das Unternehmen will mit Projekten in Grönland und Rumänien die weltweite Hafnium-Produktion mehr als verdoppeln und westliche Abnehmer unabhängiger machen.

Die Kernpunkte:
  • 50,5 Prozent Anteil am Tanbreez-Projekt
  • Geplante Jahresproduktion von 130.000 Tonnen
  • Raffinerie in Rumänien mit 150 Tonnen Kapazität
  • Fusion mit European Lithium läuft parallel

China kontrolliert drei Viertel des globalen Hafnium-Markts. Critical Metals Corp will das ändern — und zieht dafür Greenland und Rumänien als Standorte heran.

Das Unternehmen, das sich derzeit mit European Lithium zu einer gemeinsamen Einheit zusammenschließt, hat seine Strategie um Hafnium erweitert. Kern des Plans ist das Tanbreez-Projekt in Grönland. Critical Metals Corp hält inzwischen einen Anteil von 50,5 Prozent an dem Projekt — mit der Option, auf insgesamt 92,5 Prozent aufzustocken.

Grönland liefert, Rumänien verarbeitet

Ab 2030 soll Tanbreez jährlich 130.000 Tonnen Konzentrat produzieren. Dieses Konzentrat enthält rund 2.300 ppm Hafnium. Die Verarbeitung übernimmt eine geplante Gemeinschaftsraffinerie in Rumänien — mit einer Kapazität von 120 bis 150 Tonnen Hafnium pro Jahr.

Das ist bemerkenswert. Die gesamte weltweite Hafnium-Produktion liegt heute bei nur 70 bis 75 Tonnen jährlich. Critical Metals Corp will die globale Versorgung damit mehr als verdoppeln — und westliche Abnehmer unabhängiger von chinesischen Lieferketten machen.

Halbleiter und KI treiben die Nachfrage

Hafnium ist kein Nischenmaterial. Es steckt in modernen Halbleitern, Triebwerken, Kernreaktoren und KI-Chips. Die globale Nachfrage soll bis 2030 um 70 Prozent steigen. Im Halbleiterbereich allein wächst der Markt von rund 420 Millionen Dollar auf voraussichtlich 726 Millionen Dollar — ein jährliches Wachstum von zehn Prozent.

Hochreines Hafnium mit 99,99-prozentiger Reinheit erzielt aktuell Preise zwischen 13 und 15 Millionen Dollar pro Tonne. Das globale Angebotsdefizit beträgt schätzungsweise 20 Tonnen pro Jahr. Die Preisdynamik spricht für das Vorhaben.

Fusion läuft, Bewertung steht

Die strategische Neuausrichtung fällt in eine entscheidende Phase der Fusion. European Lithium und Critical Metals Corp haben am 7. Mai die Exklusivitätsfrist für die Fusionsdokumentation verlängert. Der ursprüngliche Zusammenschluss wurde am 27. April vereinbart — mit einem implizierten Wert von 0,58 AUD je European-Lithium-Aktie.

Am 12. Mai notierte die European-Lithium-Aktie an der australischen Börse bei 0,4325 AUD. Das entspricht einem Abschlag zur Fusionsbewertung. Critical Metals Corp schloss an der Nasdaq bei 11,83 USD — nach einem Kursanstieg von 670 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten, trotz eines Verlusts von 153,3 Millionen USD im zuletzt berichteten Geschäftsjahr.

Morgan Stanley hat seinen Anteil an European Lithium zum 30. April abgebaut und gilt seither nicht mehr als wesentlicher Aktionär. European Lithium kommt aktuell auf eine Marktkapitalisierung von rund 725 Millionen AUD. Ob die Fusion die ambitionierten Hafnium-Pläne beschleunigt oder zunächst Kapital bindet, wird sich spätestens mit der Vorlage der finalen Fusionsdokumente zeigen.

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