European Lithium Aktie: Hatch plant Saudi-Raffinerie
European Lithium treibt Lithiumhydroxid-Projekt in Saudi-Arabien voran, während die Fusion mit Critical Metals an Fristen und Liquidität scheitert.

- Hatch übernimmt Planung für Saudi-Raffinerie
- Fusionsfrist mit Critical Metals verpasst
- Aktie fällt nach Bekanntgabe der Verzögerung
- Grönland-Projekt erhält Genehmigung
European Lithium treibt zwei Projekte voran, die den Konzern strategisch verändern sollen. In Saudi-Arabien rückt eine Lithiumhydroxid-Raffinerie näher. Parallel hängt die geplante Fusion mit Critical Metals weiter an formalen Hürden und einer Liquiditätsbedingung.
Saudi-Projekt bekommt technischen Schub
Der Ingenieurdienstleister Hatch Ltd. soll das Design und die technische Planung der geplanten Lithiumhydroxid-Anlage in Saudi-Arabien übernehmen. Das Projekt ist als 50-50-Gemeinschaftsunternehmen mit der Obeikan Investment Group angelegt.
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Die Raffinerie soll Spodumenkonzentrat aus Wolfsberg zu batteriefähigem Lithiumhydroxid verarbeiten. Genau hier liegt der strategische Punkt: Für Kunden in Europa und westlichen Märkten zählt nicht nur der Zugang zu Erz, sondern auch zu verlässlicher Weiterverarbeitung außerhalb dominanter Lieferketten.
Fusion bleibt in der Warteschleife
Bei der geplanten reinen Aktientransaktion mit Critical Metals wurde eine wichtige Frist gerissen. Die Parteien unterzeichneten bis zum 7. Mai keinen verbindlichen Umsetzungsvertrag und verlängerten stattdessen ihre Exklusivitätsvereinbarung.
Die wirtschaftlichen Eckdaten bleiben unverändert. Aktionäre von European Lithium würden je Aktie 0,035 neue Critical-Metals-Aktien erhalten. Optionsinhaber sollen über eine bargeldlose Ausübung auf Basis des inneren Werts kompensiert werden.
Die Aktie reagierte empfindlich. Nach Bekanntwerden der Fristverlängerung fiel der Kurs um 4,17 Prozent auf 0,46 australische Dollar, nachdem er wenige Tage zuvor nahe dem Jahreshoch von 0,480 australischen Dollar gehandelt hatte.
Als nächster Schritt ist der verbindliche Umsetzungsvertrag vorgesehen. Danach soll im dritten Quartal 2026 eine Aktionärsabstimmung folgen. Der Abschluss der Transaktion ist für die zweite Jahreshälfte angepeilt, bleibt aber von Genehmigungen in Australien und den USA abhängig.
Grönland liefert Rückenwind
In Grönland kam European Lithium voran. Die Regierung in Nuuk genehmigte am 5. Mai 2026 den Erwerb von 70 Prozent an 60° North Greenland ApS, einer Servicegesellschaft für Logistik, Bau und Bohrungen beim Seltene-Erden-Projekt Tanbreez.
Auch operativ bewegt sich etwas. Die Pilotanlage in Qaqortoq im Süden Grönlands ist fertiggestellt. Die Inbetriebnahme ist für Mai 2026 vorgesehen, ein Großprobenprogramm über 150 Tonnen soll im Juni starten.
Tanbreez ist für European Lithium wichtig, weil es nicht nur um Lithium geht. Der Standort zielt auf Neodym-Praseodym, Dysprosium und Terbium – Materialien, bei denen Europa stark auf Lieferungen außerhalb der Region angewiesen bleibt. Erste Produktion erwartet das Management zwischen Ende 2028 und Anfang 2029.
Der zentrale Engpass bleibt Geld. Für die Fusion muss European Lithium beim Abschluss mindestens 330 Millionen australische Dollar an liquiden Mitteln halten. Ende März standen 306 Millionen australische Dollar in der Bilanz, die Lücke liegt damit bei rund 24 Millionen australischen Dollar.
Entlastung brachte der Verkauf von Critical-Metals-Aktien. European Lithium veräußerte 2,5 Millionen Stück und nahm damit rund 45 Millionen australische Dollar ein.
Ein großer Hebel bleibt die verbliebene Beteiligung an Critical Metals. Sie wurde zuletzt mit mehr als 689 Millionen US-Dollar bewertet, soll aber über die kommenden vier Monate nicht weiter reduziert werden.
Wolfsberg bleibt der wunde Punkt im Gesamtbild. Ein österreichisches Gericht hob eine zentrale Genehmigung auf, wodurch sich die Investitionsentscheidung frühestens auf Ende 2026 verschiebt. Der Liefervertrag mit BMW besteht weiter, ändert aber nichts an der Verzögerung.
Critical Metals schloss am 8. Mai 2026 an der Nasdaq bei 12,53 US-Dollar. Der Börsenplatz in den USA würde der kombinierten Gruppe einen direkteren Zugang zu tieferen Kapitalmärkten verschaffen.
Nach der geplanten Fusion würde European Lithium rund 34 Prozent am kombinierten Unternehmen halten. Der Wert dieses Anteils liegt derzeit bei etwa 540 Millionen US-Dollar. Bis zum Aktionärsvotum bleibt der verbindliche Vertrag der konkrete nächste Prüfstein.
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