European Lithium Aktie: Kasse voll

Der australische Rohstoffentwickler erzielte über 300 Millionen AUD aus Aktienverkäufen und treibt seine Lithium- und Seltenerdenprojekte in Europa voran.

Die Kernpunkte:
  • Starker Kassenbestand von rund 314 Millionen AUD
  • Positive Bohrergebnisse am Tanbreez-Projekt in Grönland
  • Verlängerung der Lizenz für Wolfsberg in Österreich
  • Explorationsaktivitäten in Irland und Österreich laufen

European Lithium hat das Dezemberquartal 2025 zur Transformation genutzt. Der australische Lithium- und Seltenerden-Entwickler verkaufte Teile seiner Beteiligung an Critical Metals Corp und stärkte damit die Bilanz erheblich. Gleichzeitig treibt das Unternehmen Explorationsprojekte in mehreren Ländern voran.

Die Frage ist: Kann European Lithium die neu gewonnene finanzielle Stärke in greifbare Fortschritte bei seinen Projekten umsetzen?

Rekordbetrag durch CRML-Verkäufe

European Lithium veräußerte im Dezemberquartal 9,88 Millionen Aktien von Critical Metals Corp (CRML) und erzielte dabei einen Bruttoerlös von 121 Millionen US-Dollar (184,6 Millionen australische Dollar). Ein weiterer Verkauf von 5 Millionen CRML-Aktien nach Quartalsende brachte zusätzlich rund 118 Millionen australische Dollar ein.

Die wichtigsten Finanzkennzahlen:

  • Kassenbestand Ende Januar 2026: ~314 Millionen AUD
  • Verkaufte CRML-Aktien (Q4 2025): 9,88 Millionen
  • Verbleibende CRML-Beteiligung: 48 Millionen Aktien
  • Wert der Restbeteiligung: ~672 Millionen USD

Trotz des Teilverkaufs hält European Lithium weiterhin 48 Millionen CRML-Aktien. Basierend auf dem Schlusskurs vom 29. Januar 2026 (14,01 US-Dollar) entspricht dies einem Wert von etwa 672 Millionen US-Dollar (964 Millionen australische Dollar).

Tanbreez-Projekt liefert robuste Bohrergebnisse

Das Tanbreez-Seltenerden-Projekt in Grönland, das von CRML betrieben wird, zeigte im Quartal positive Entwicklungen. Die finalen Diamantbohrungen aus 2024 bestätigten durchgängig hochgradige Mineralisierung mit Gehalten an Gesamtseltenerden-Oxiden (TREO) zwischen 0,39 % und 0,54 %.

Schwere Seltenerden-Oxide machten etwa 25 bis 27 % des Gesamtgehalts aus. Auch Gallium, Hafnium, Yttrium und Zirkonium wurden konsistent nachgewiesen.

Das Bohrprogramm 2025 umfasste 3.430 Meter über 20 Diamantbohrlöcher. Die bisherigen Ergebnisse zeigen TREO+Y-Gehalte zwischen 0,35 % und 0,77 %, wobei der hohe Anteil schwerer Seltenerden erhalten blieb.

CRML hat mit dem Bau einer Mehrzweck-Lager- und Pilotanlage in Tanbreez begonnen und ein integriertes Labor zur Analyse von Seltenerden bestellt.

Wolfsberg-Lizenz verlängert – rechtliche Hürden bleiben

Am 30. Januar 2026 verlängerten österreichische Behörden die Abbaulizenz für das Wolfsberg-Lithiumprojekt in Kärnten um zwei Jahre. Allerdings verwies das Bundesverwaltungsgericht einen früheren Umweltbescheid nach Einsprüchen von NGOs und Gemeinden zur Neubewertung zurück. European Lithium prüft die Entscheidung und erwägt weitere rechtliche Schritte.

Critical Metals Corp teilte mit, dass Gespräche mit dem saudi-arabischen Partner Obeikan Investment Group einen Rahmen für eine finale Produktionsentscheidung bis Ende 2026 geschaffen haben. Diese Zeitlinie hängt von stabilen Lithiumpreisen und erfolgreicher Projektfinanzierung ab.

Exploration in Österreich und Irland

Bei den vollständig im Besitz von European Lithium befindlichen österreichischen Lithiumprojekten identifizierte eine detaillierte geologische Kartierung im Gebiet Bretstein-Lachtal spodumen-haltige Pegmatite. Die Planung von Bohrungen bei Quarry Ebner läuft.

In Irland mobilisierte das Unternehmen während des Quartals Feldteams für ein umfangreiches Explorationsprogramm 2025–26 beim Leinster-Lithiumprojekt. Mehr als 200 Gesteins-, Kanal- und Bachproben wurden gesammelt. Erste Analyseergebnisse werden im laufenden Quartal erwartet.

Liquidität schafft Handlungsspielraum

Die gestärkte Liquiditätsposition verschafft European Lithium Spielraum für die Weiterentwicklung seiner länderübergreifenden Lithium- und Seltenerden-Strategie. Das Unternehmen plant, die Bohrergebnisse 2024–25 von Tanbreez in die Planung der Feldsaison 2026 in Grönland einfließen zu lassen. Mit über 300 Millionen australischen Dollar auf dem Konto steht das Unternehmen deutlich solider da als zu Jahresbeginn 2025.

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