European Lithium Aktie: Scheme Booklet Ende Juli erwartet
European Lithium treibt die Fusion mit Critical Metals Corp voran. Das Scheme Booklet soll Ende Juli an die Aktionäre versendet werden.

- Scheme Booklet für Juli angekündigt
- Abstimmungen für Ende August geplant
- Wolfsberg-Projekt als Kern des Deals
- Aktie trotz Rücksetzer stark im Plus
European Lithium kommt seiner geplanten Fusion mit dem NASDAQ-Konzern Critical Metals Corp einen Schritt näher. Das Unternehmen meldete am 3. Juli 2026 den nächsten Zeitplan für die Transaktion. Für Aktionäre bedeutet das: Der entscheidende Papierkram steht kurz bevor.
Das sogenannte Scheme Booklet soll Ende Juli oder Anfang August 2026 an die Aktionäre verschickt werden. Es enthält den Bericht eines unabhängigen Gutachters zur Bewertung des Deals. Die eigentlichen Abstimmungen der Aktionäre und Optionsinhaber sind für Ende August 2026 angesetzt.
Läuft alles nach Plan, tritt die Fusion Anfang September 2026 vollständig in Kraft. Vorausgesetzt, die restlichen Bedingungen und die gerichtliche Genehmigung fallen positiv aus. Critical Metals Corp bestätigte Anfang Juli den angepassten Zeitplan und die Struktur der Übernahme — an den ursprünglichen kommerziellen und finanziellen Konditionen ändert sich nichts.
Die Konditionen des Deals
Der bindende Scheme Implementation Deed sieht vor: Critical Metals Corp übernimmt 100 Prozent des Aktienkapitals von European Lithium sowie sämtliche gelisteten Optionen. Aktionäre erhalten pro European-Lithium-Aktie 0,035 Aktien von Critical Metals.
Im Zentrum des Deals steht das Wolfsberg-Lithium-Projekt in Kärnten. European Lithium hält das Projekt zu 100 Prozent und positioniert es als Schlüssellieferant für die europäische Batteriekette. Die Anbindung an Autobahn- und Bahnnetze soll die Belieferung von Elektroauto-Herstellern und Batterieproduzenten in der Region erleichtern.
Das Projekt fügt sich in die Ziele des EU Critical Raw Materials Act ein. Die Union will bis 2030 zehn Prozent des benötigten Lithiums aus eigener Förderung decken, um die Rohstoffversorgung abzusichern.
Kurs unter Druck trotz starkem Jahr
Die Aktie schloss zuletzt bei 0,1874 Euro. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von rund 311 Prozent zu Buche — ein Wert, der die Dynamik im Lithiumsektor der vergangenen Monate widerspiegelt. Zuletzt kam allerdings Bewegung in die andere Richtung: Binnen 30 Tagen verlor das Papier knapp 28 Prozent und liegt damit fast 39 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 0,3055 Euro, das erst am 2. Juni markiert wurde.
Der jüngste Rücksetzer fällt in eine Phase, in der eigentlich positive Nachrichten zum Fusionsfortschritt vorliegen. Für Marktbeobachter zeigt sich hier eine typische Reaktion nach starken Kursgewinnen: Anleger realisieren Buchgewinne, während die operativen Fortschritte noch nicht vollständig eingepreist sind.
Die kommenden Wochen dürften für die Aktie richtungsweisend werden. Mit dem Versand des Scheme Booklets Ende Juli oder Anfang August erhalten Aktionäre erstmals die detaillierte unabhängige Bewertung der Fusionskonditionen. Die Abstimmungen Ende August entscheiden dann, ob der Zusammenschluss wie geplant Anfang September vollzogen wird.
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