European Lithium Aktie: Weiss erhöht auf 6,06 Prozent
Weiss Asset Management baut seine European-Lithium-Position auf 6,06 Prozent aus, während die geplante Fusion mit Critical Metals voranschreitet.

- Weiss hält nun 104.678.542 Aktien
- Beteiligung steigt auf 6,06 Prozent
- Variable Umtauschquote verändert Fusionsbedingungen
- Gerichtstermin für 15. September angesetzt
European Lithium bekommt inmitten der laufenden Fusion mit Critical Metals Corp Rückendeckung von einem großen Investor. Weiss Asset Management LP hat seine wesentliche Beteiligung am Unternehmen von 5,06 Prozent auf 6,06 Prozent erhöht. Die Offenlegung bezieht sich auf den Stand vom 25. August, wie aus einer entsprechenden Mitteilung hervorgeht. Damit hält der institutionelle Investor nun 104.678.542 Aktien an European Lithium.
Aufstockung fällt in entscheidende Phase
Der Zeitpunkt der Aufstockung ist bemerkenswert: Sie erfolgt wenige Tage, nachdem European Lithium das Scheme Booklet für die geplante vollständige Übernahme durch Critical Metals Corp bei der australischen Wertpapieraufsicht ASIC eingereicht hatte.
Am Donnerstag hatte das Unternehmen zudem die Notierung seiner Aktie beantragt, seither hat das Papier rund 3,2 Prozent verloren. Der Kursrückgang ändert an der grundsätzlichen Dynamik jedoch wenig: Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Plus von 6,7 Prozent zu Buche, binnen 30 Tagen sogar von 44 Prozent.
Die Position von Weiss Asset Management gewinnt vor allem deshalb an Bedeutung, weil die Übernahmebedingungen selbst zuletzt in Bewegung geraten sind.
Mitte August hatten European Lithium und Critical Metals Corp ihre Scheme Implementation Deed ein zweites Mal geändert: Statt eines fixen Umtauschverhältnisses von 0,035 Critical-Metals-Aktien je European-Lithium-Aktie gilt nun eine variable Quote zwischen 0,025 und 0,045, gekoppelt an einen 20-Tage-VWAP mit einer Bandbreite zwischen 8,00 und 16,00 US-Dollar.
Für Aktionäre wie Weiss Asset Management hängt der letztlich realisierte Gegenwert damit stärker als zuvor von der Kursentwicklung des künftigen Fusionspartners ab.
Fahrplan zur Übernahme steht
Der Zeitplan für den Zusammenschluss ist mittlerweile konkret. Am 15. September findet vor dem Obersten Gerichtshof von Western Australia die erste Gerichtsanhörung statt, bei der die Einberufung der Aktionärs- und Optionsinhaberversammlungen beantragt wird.
Diese Versammlungen sollen Mitte Oktober über das Scheme of Arrangement abstimmen, die endgültige Umsetzung der Transaktion ist für Anfang November vorgesehen.
European Lithium hält nach eigenen Angaben bereits 45.536.338 Stammaktien an Critical Metals Corp, was rund 31 Prozent des gesamten Aktienregisters entspricht – eine wechselseitige Verflechtung, die die Fusion beider Unternehmen unterstreicht.
Flankiert wird das Geschehen von einer günstigeren Branchenlage: Fitch Solutions hat seine Preisprognose für chinesisches Lithiumcarbonat für 2026 auf durchschnittlich 20.100 US-Dollar je Tonne angehoben, warnte zugleich aber, die jüngste Marktrally habe sich angesichts anhaltender Lieferengpässe von den Fundamentaldaten gelöst.
Für European-Lithium-Aktionäre bleibt damit neben dem Fusionsfortschritt auch die Rohstoffpreisentwicklung ein wichtiger Faktor für den Wert ihrer künftigen Critical-Metals-Anteile.
Mit Blick auf die Kursentwicklung notiert die Aktie trotz des jüngsten Rücksetzers weiterhin deutlich über ihrem 200-Tage-Durchschnitt und mehr als das Dreifache über ihrem 52-Wochen-Tief von 0,0482 Euro. Zum bisherigen Jahreshoch von 0,3055 Euro, erreicht Anfang Juni, fehlen dem Papier aktuell rund 27 Prozent.
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