European Lithium Aktie: Wolfsberg-Genehmigung bis Ende 2026
European Lithium steht vor einem Wendepunkt: Kapitalzufluss durch Optionen, geplante Fusion mit Critical Metals und Verzögerungen bei Wolfsberg prägen die Lage.

- Kapitalerhöhung durch Optionsausübungen
- Fusion mit Critical Metals Corp
- Tanbreez-Bau läuft planmäßig
- Wolfsberg-Genehmigung gekippt
Ein Kurs minus von knapp fünf Prozent bei 0,26 Euro – und das nach einem Zwischenhoch von 0,31 Euro am Wochenbeginn. European Lithium steht an einem Wendepunkt. Gleich drei Entwicklungen prägen die Lage: Eine kleine Kapitalerhöhung, die angestrebte Fusion mit Critical Metals Corp und Verzögerungen bei den zentralen Projekten.
Kapitalbasis wächst durch Optionsausübungen
Am 3. Juni 2026 bestätigte European Lithium die Ausgabe von knapp 6,67 Millionen neuen Aktien. Sie entstammen der Ausübung verschiedener Optionen – darunter 2 Millionen nicht notierte Optionen zu 0,12 AUD sowie 4,66 Millionen börsennotierte Optionen zu 0,10 AUD. Das Unternehmen nutzte dabei prospektfreie Ausnahmeregelungen nach australischem Recht.
Die Maßnahme bringt dem Unternehmen frische Liquidität – wichtig für die kommenden Monate.
Fusion mit Critical Metals: Bedingungen stehen
Der Treiber des Kurses bleibt die geplante Fusion mit dem NASDAQ-notierten Critical Metals Corp. Der bindende Umsetzungsvertrag sieht vor: Aktionäre von European Lithium erhalten 0,035 Critical-Metals-Aktien für jede gehaltene Aktie.
Eine entscheidende Hürde: European Lithium muss zum Vollzug der Transaktion einen Netto-Cashbestand von mindestens 330 Millionen AUD vorweisen. Der Abschluss ist für die zweite Jahreshälfte 2026 anvisiert. Das offizielle Fusionsdokument soll im Juli oder August an die Aktionäre gehen.
Tanbreez: Bau läuft, Genehmigung fehlt
Die Projektlage zeigt ein gemischtes Bild. Beim Tanbreez-Projekt in Grönland schreitet der Bau der Phase-1-Infrastruktur – Hauptquartier und Lagerhaus in Qaqortoq – planmäßig voran. Die Fertigstellung ist für August 2026 geplant.
Doch ohne Betriebsgenehmigung der grönländischen Behörden geht nichts. Die geplante 150-Tonnen-Probeentnahme zur Gewinnung von Terbium und Dysprosium kann erst nach Erhalt der Lizenz starten.
Wolfsberg: Gerichtsbremse für Leitprojekt
Härter trifft es das Flaggschiff Wolfsberg in Kärnten. Das österreichische Bundesverwaltungsgericht kippte eine zentrale Umweltgenehmigung. Nun ist eine strengere standortspezifische Prüfung erforderlich. Die finale Investitionsentscheidung für die Mine rutscht auf mindestens Ende 2026.
Die Abbaulizenz bleibt bis Frühjahr 2028 gültig. Auch bestehende Abnahmevereinbarungen wie jene mit BMW stehen weiter.
Der Aktie bleibt damit ein Spagat: Die Fusionsperspektive und die erhoffte Grönland-Genehmigung stehen gegen regulatorische Unsicherheit in Europa. Die nächsten 90 Tage dürften Klarheit bringen – oder neue Fragezeichen.
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