Eutelsat Aktie: 17-Prozent-Abverkauf nach Lock-up-Ende
Nach dem Auslaufen einer Haltefrist Mitte Juni verliert die Eutelsat-Aktie stark an Wert. Der Kurs liegt nun unter wichtigen Durchschnittslinien.

- Kursverlust von fast 17 Prozent in einer Woche
- Lock-up-Ende am 17. Juni als Auslöser
- Aktie notiert unter 50- und 200-Tage-Linie
- Geschäftszahlen für August 2026 erwartet
Die Aktie von Eutelsat steckt in einer Talfahrt. Seit dem Auslaufen einer Lock-up-Vereinbarung Mitte Juni steht der Kurs des französischen Satellitenbetreibers unter Druck. Vergangenen Freitag schloss das Papier bei 2,44 Euro.
Über die vergangene Woche summiert sich das Minus auf fast 17 Prozent. Auf Monatssicht beträgt der Verlust sogar rund 21 Prozent. Dabei hatte das Jahr für Anleger vielversprechend begonnen: Seit Jahresanfang notiert die Eutelsat-Aktie noch immer rund 36 Prozent im Plus.
Ein Grund für den jüngsten Kursrutsch: Am 17. Juni wurden bestimmte Aktienpakete frei handelbar, die zuvor einer Haltefrist unterlagen. Solche Lock-up-Enden führen oft zu erhöhtem Verkaufsdruck – institutionelle Anleger nutzen die Gelegenheit, Positionen zu reduzieren.
Aktie im Abwärtstrend
Derzeit notiert Eutelsat 18,9 Prozent unter der 50-Tage-Linie von 3,01 Euro. Auch die 200-Tage-Durchschnittslinie bei 2,66 Euro liegt 8,1 Prozent über dem aktuellen Kurs.
Der RSI von 35,4 deutet darauf hin, dass sich die Aktie der überverkauften Zone nähert. Technisch gesehen steigt damit die Wahrscheinlichkeit einer Gegenbewegung – garantiert ist sie allerdings nicht.
Das 52-Wochen-Hoch von 4,62 Euro aus dem Mai 2026 wirkt inzwischen weit entfernt. Aktuell notiert die Aktie 47 Prozent unter diesem Niveau. Allerdings liegt sie noch 53 Prozent über dem Jahrestief von 1,59 Euro.
Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beträgt rund 3,05 Milliarden Euro.
Ausblick auf die Jahreszahlen
Analysten zeigen sich verhalten. Im Konsens von zehn Analysten lautet das Votum „Halten“. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei etwa 2,49 Euro – nur knapp über dem aktuellen Kursniveau.
Anleger warten nun auf die Geschäftszahlen für das Gesamtjahr 2025/26, die für August 2026 erwartet werden. Sie dürften Aufschluss darüber geben, wie sich das Geschäft mit den geostationären Satelliten und der LEO-Konstellation entwickelt.
Eutelsat war zuletzt auf der Rüstungsmesse Eurosatory vertreten. Im Juli folgt der Auftritt auf der Luftfahrtmesse in Farnborough – ein wichtiges Branchenereignis. Der Konzern setzt verstärkt auf Regierungsaufträge und mobile Konnektivität, um neue Umsatzquellen zu erschließen. Ob das reicht, um den Kurs nachhaltig zu stabilisieren, werden die August-Zahlen zeigen.
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