Eutelsat Aktie: Abwärtsentwicklung droht
Der Satellitenbetreiber Eutelsat führt eine Kapitalerhöhung über 670 Millionen Euro durch, was zu einem Kursverlust von bis zu 39 Prozent führte. Analysten passen ihre Bewertungen an.

- Kapitalerhöhung mit brutto 670 Millionen Euro
- Kursverlust von bis zu 39 Prozent
- JPMorgan hebt Einstufung auf Neutral an
- Finanzierung für OneWeb-Fusion und Schuldenabbau
Ein Blutbad im Depot – anders lässt sich die aktuelle Lage bei Eutelsat kaum beschreiben. Der Satellitenbetreiber bittet seine Aktionäre massiv zur Kasse, um die strategische Neuausrichtung zu finanzieren. Doch der Preis dafür ist hoch: Der Kurs kollabiert, und das Vertrauen liegt in Trümmern. Was bedeutet dieser radikale Einschnitt für die Zukunft des Papiers?
Schmerzhafter Aderlass für Aktionäre
Auslöser der Panik ist eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht, die brutto rund 670 Millionen Euro in die Kassen spülen soll. Diese Maßnahme ist das Herzstück eines breiteren Finanzierungspakets von insgesamt etwa 1,5 Milliarden Euro. Die Konditionen sind für Bestandsaktionäre schlichtweg brutal und verdeutlichen die finanzielle Notlage des Konzerns.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Eutelsat?
Der Markt reagierte prompt und gnadenlos auf die Ankündigung: Binnen zwei Tagen rauschte der Kurs in der Spitze um rund 39 Prozent in die Tiefe. Investoren realisieren schlagartig, dass ihre Anteile massiv verwässert werden, sollten sie nicht frisches Geld nachschießen.
Die harten Fakten der Kapitalmaßnahme im Überblick:
* Dumping-Preis: Neue Aktien kosten nur 1,35 Euro – ein massiver Abschlag zum vorherigen Kursniveau.
* Verhältnis: Aktionäre können für 11 alte Aktien 8 neue Papiere beziehen.
* Zeitdruck: Die Bezugsfrist läuft bereits und endet am 9. Dezember 2025.
Überraschende Reaktion der Banken
Paradoxerweise sorgt gerade der Crash für eine Neubewertung durch die Analysten. Die US-Großbank JPMorgan hob die Einstufung von “Underweight” auf “Neutral” an. Die Logik dahinter ist bitter: Nach rund 80 Prozent Wertverlust seit 2022 sehen die Experten kaum noch weiteres Absturzpotenzial. Das Kursziel wurde zwar auf 1,90 Euro gesenkt, spiegelt aber lediglich das neue Realitätsniveau nach der Kapitalmaßnahme wider.
Auch das Analysehaus AlphaValue meldete sich zu Wort. Zwar bestätigen die Experten ihre Kaufempfehlung (“Buy”), setzten den Rotstift jedoch beim Kursziel an, das von 4,01 Euro auf 2,89 Euro fiel. Diese Anpassung trägt der gestiegenen Aktienanzahl und der damit verbundenen Gewinnverwässerung Rechnung.
Alles auf eine Karte
Hinter dem finanziellen Kraftakt steht eine Alles-oder-Nichts-Wette. Durch die Fusion mit OneWeb will Eutelsat im Bereich der Low Earth Orbit (LEO) Satelliten angreifen und Konkurrenten wie Starlink Paroli bieten. Die frischen Mittel fließen primär in den Schuldenabbau und die kommende Satellitengeneration (GEN 2).
Doch zahlt sich dieses Wagnis aus? Für Anleger bedeutet dies eine Phase extrem hoher Volatilität. Der Titel ist damit klar im hochspekulativen Bereich angekommen. Ob die Integration der OneWeb-Sparte gelingt und profitables Wachstum generiert, bleibt die große Unbekannte. Klar ist nur: Der Markt hat das Vertrauen vorerst entzogen, auch wenn einige Analysten glauben, das Schlimmste sei nun eingepreist.
Eutelsat-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eutelsat-Analyse vom 29. November liefert die Antwort:
Die neusten Eutelsat-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eutelsat-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Eutelsat: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




