Eutelsat Aktie: Erfolgsbilanz vorgelegt!
Der Satellitenbetreiber Eutelsat hat seine Bilanz durch eine neue Anleihe deutlich gestärkt, was zu Rating-Upgrades führte. Der Aktienkurs zeigt sich jedoch kurzfristig verhalten.

- Anleiheplatzierung über 1,5 Milliarden Euro
- Ratingagenturen heben Bonitätsnoten an
- Nettoverschuldung sinkt auf 1,3 Milliarden Euro
- Starkes Wachstum im LEO-Geschäft
Der französische Satellitenbetreiber Eutelsat hat seine finanzielle Neuaufstellung erfolgreich abgeschlossen. Mit einer frisch platzierten Anleihe über 1,5 Milliarden Euro ersetzt das Unternehmen teure Altlasten und senkt die Verschuldung drastisch. Während Ratingagenturen die bilanzielle Gesundung honorieren, reagiert der Aktienkurs kurzfristig verhalten.
Teure Altlasten getilgt
Die gestern abgeschlossene Emission teilt sich in zwei Tranchen auf: 850 Millionen Euro mit einer Laufzeit bis 2031 (Kupon 5,75 %) und 650 Millionen Euro bis 2033 (Kupon 6,25 %). Das Management nutzt diese Mittel sowie eine neue Kreditlinie, um Verbindlichkeiten mit deutlich ungünstigeren Konditionen abzulösen. Konkret tilgt Eutelsat damit unter anderem eine Anleihe, die mit hohen 9,75 % verzinst war, sowie Papiere mit Fälligkeit im Jahr 2027.
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Dieser Schritt war notwendig geworden, nachdem ein geplanter Verkauf von Bodeninfrastruktur an EQT Infrastructure im Januar gescheitert war. Die französische Regierung hatte die Transaktion, die 550 Millionen Euro eingebracht hätte, aus strategischen Erwägungen blockiert. Die nun erfolgreiche Anleiheplatzierung kompensiert diesen Ausfall vollständig.
Ratingagenturen honorieren Sanierung
Die Bilanzkennzahlen zeigen eine deutliche Entspannung. Die Nettoverschuldung sank per Ende 2025 auf 1,3 Milliarden Euro, was einem Rückgang von fast 1,4 Milliarden Euro im Jahresvergleich entspricht. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zum operativen Ergebnis (EBITDA) verbesserte sich signifikant von 3,92x auf nunmehr 2,00x.
Diese Entwicklung blieb von den großen Agenturen nicht unbemerkt. Fitch hob das Rating um drei Stufen auf BB an, Moody’s zog mit einer Erhöhung um zwei Stufen auf Ba3 nach. Auch am Markt kam die Umschuldung besser an als erwartet: Die finale Verzinsung der neuen Anleihen lag unter den zwischenzeitlichen Befürchtungen von fast 7 %.
Wachstumstreiber LEO
Operativ vollzieht Eutelsat den Wandel vom klassischen TV-Satellitenbetreiber zum Konnektivitäts-Dienstleister. Während das traditionelle Geschäft schwächelt, stiegen die Erlöse der LEO-Sparte (Low Earth Orbit) im ersten Halbjahr um knapp 60 %. Das Unternehmen investiert massiv in den Ausbau der OneWeb-Konstellation und hat sich dafür bereits eine Exportkreditfinanzierung über fast eine Milliarde Euro für 340 neue Satelliten gesichert.
An der Börse sorgt die Kapitalmaßnahme kurzfristig für Abgaben. Die Aktie verlor auf Wochensicht über 6 % und notiert bei 2,08 Euro. Im größeren Bild zeigt sich jedoch eine Stabilisierung: Vom Allzeittief bei 0,90 Euro im Vorjahr hat sich der Kurs mehr als verdoppelt, da die akuten Existenzsorgen der Anleger durch die erfolgreiche Refinanzierung weichen.
Am 12. Mai 2026 wird sich zeigen, ob die operative Wende nachhaltig greift. Mit der Vorlage der Quartalszahlen muss Eutelsat beweisen, dass das dynamische LEO-Wachstum die Rückgänge im TV-Geschäft nicht nur kompensieren, sondern übertreffen kann.
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