Eutelsat Aktie: Fortschritte bekanntgegeben

Der geplante Verkauf von Bodeninfrastruktur ist gescheitert, wodurch erwartete Erlöse von 550 Mio. Euro wegfallen. Die Verschuldungsquote steigt, während milliardenschwere Satelliteninvestitionen anlaufen.

Die Kernpunkte:
  • Verkaufserlös von 550 Millionen Euro fällt aus
  • Verschuldungsquote steigt auf etwa 2,7-faches EBITDA
  • Großauftrag für 440 neue OneWeb-Satelliten vergeben
  • Investitionen von rund 2,2 Milliarden Euro geplant

Eutelsat muss einen Rückschlag bei der Bilanzplanung verkraften: Der geplante Verkauf der passiven Bodeninfrastruktur ist gescheitert, weil nicht alle Abschlussbedingungen erfüllt wurden. Damit fallen erwartete Mittelzuflüsse weg – und die Verschuldungsprognose verschiebt sich nach oben. Doch wie groß ist der Effekt wirklich, wenn parallel milliardenschwere Satelliten-Investitionen laufen?

  • Geplante Nettoerlöse aus dem geplatzten Deal: rund 550 Mio. Euro
  • Neue Verschuldungsquote (Nettoverschuldung/EBITDA) zum Ende FY 2025-26: etwa 2,7x (zuvor 2,5x)
  • Satellitenprogramm OneWeb: 440 bestellte Satelliten, projektierte Gesamtkosten rund 2,2 Mrd. Euro
  • Lieferbeginn der neuen Satelliten: Ende 2026

Verkauf scheitert – Prognosen angepasst

Die Transaktion mit dem Private-Equity-Investor EQT Infrastructure VI konnte nicht abgeschlossen werden. Aus Sicht der Kennzahlen ist das relevant, weil Eutelsat mit dem Verkauf rund 550 Millionen Euro an Nettoerlösen eingeplant hatte.

Gleichzeitig weist das Unternehmen darauf hin, dass der Deal auch eine Kehrseite gehabt hätte: Ein Servicevertrag hätte das bereinigte EBITDA jährlich um 75 bis 80 Millionen Euro belastet. Der Ausfall des Verkaufs verändert damit nicht nur den erwarteten Cash-Zufluss, sondern auch die Ergebnisstruktur.

In der Folge hebt Eutelsat seine Erwartung für die Verschuldung an: Das Verhältnis Nettoverschuldung zu EBITDA wird zum Ende des Geschäftsjahres 2025-26 nun bei rund 2,7x gesehen, nach zuvor 2,5x. Bei der längerfristigen Profitabilität dreht sich der Ausblick dagegen nach oben: Für FY 2028-29 erwartet Eutelsat eine EBITDA-Marge von rund 65% statt zuvor etwa 60%.

Eutelsat betont zudem, das Scheitern der Transaktion beeinträchtige die Fähigkeit zur Finanzierung der geplanten Investitionen nicht.

OneWeb: Großauftrag und technische Aufrüstung

Bereits Mitte Januar vergab Eutelsat einen Großauftrag an Airbus Defence and Space: 340 neue Satelliten für die OneWeb-Konstellation. Zusammen mit einer früheren Bestellung von 100 Satelliten aus Dezember 2024 summiert sich das Programm auf 440 Satelliten.

Die Auslieferung soll Ende 2026 starten. Eutelsat bezifferte die Gesamtkosten für alle 440 Satelliten zuvor auf etwa 2,2 Milliarden Euro. Produziert werden die Einheiten im Airbus-Werk in Toulouse auf einer neu installierten Produktionslinie.

Technisch ist eine Aufrüstung vorgesehen, unter anderem mit:
– fortschrittlichen digitalen Nutzlasten
– verbesserter Onboard-Verarbeitung
– optimierter Architektur für langfristige Leistung
– Kapazitäten für Hosted Payloads

Zeitdruck entsteht durch den Lebenszyklus der bestehenden Flotte: Die Satelliten der ersten Generation (Starts zwischen 2020 und 2023) sollen 2027 und 2028 das Ende ihrer Lebensdauer erreichen.

Kapitalmaßnahmen als Finanzierungspfeiler

Vor dem Großauftrag hatte Eutelsat seine Eigenkapitalbasis gestärkt. Im November 2025 flossen 828 Millionen Euro von Großaktionären, darunter die französische und britische Regierung, Bharti, CMA CGM sowie FSP. Im Dezember 2025 folgte eine weitere Kapitalerhöhung über 670 Millionen Euro.

Zum Jahreswechsel bleibt damit das Bild klar: Der Verkaufserlös aus dem Infrastruktur-Deal fehlt, die Verschuldungsquote wird höher erwartet – gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für den Flottenerneuerungszyklus mit Lieferstart Ende 2026 und projektieren Kosten von rund 2,2 Milliarden Euro. Zudem sind laut Quelltext Investitionen von etwa 2 Milliarden Euro in die europäische IRIS²-Konstellation geplant, deren Aufbau gegen Ende des Jahrzehnts beginnen soll.

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