Eutelsat Aktie: LEO wächst 65 Prozent, Video fällt 13

Satellitenbetreiber Eutelsat verzeichnet starkes Plus bei Internet aus dem All, während klassische Video-Erlöse weiter sinken.

Die Kernpunkte:
  • Konnektivitätsumsatz steigt um 65 Prozent
  • Video-Sparte bricht um 13 Prozent ein
  • 1,5 Milliarden Euro Anleihe platziert
  • Auftragsbestand von 3,4 Milliarden Euro

Das klassische Fernsehgeschäft bröckelt, das Internet aus dem All fängt den Fall auf. Bei Eutelsat vollzieht sich ein rasanter Strukturwandel. Der Satellitenbetreiber meldet für das abgelaufene Quartal ein massives Wachstum im Konnektivitäts-Segment. Einbrechende Video-Erlöse rücken damit in den Hintergrund.

Im dritten Quartal 2025/26 verzeichnete Eutelsat Gesamtumsätze von 293 Millionen Euro. Auf vergleichbarer Basis entspricht dies einem leichten Plus von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das operative Kerngeschäft steuerte 283,7 Millionen Euro bei.

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Hinter diesen stabilen Werten verbirgt sich eine massive Verschiebung. Die Vernetzung über erdnahe Satelliten, sogenannte LEO-Lösungen, entwickelt sich zum zentralen Wachstumsmotor. Diese Sparte legte im Jahresvergleich um 65 Prozent zu. Konnektivität macht inzwischen den Großteil der operativen Kernumsätze aus.

Dieser Schub kommt zur rechten Zeit. Das angestammte Video-Geschäft schrumpfte parallel dazu um 13 Prozent. Sanktionen gegen russische Sender und gekündigte Kapazitätsverträge belasten diese traditionelle Ertragssäule schwer.

Regierungsaufträge und neue Partnerschaften

Innerhalb der Netzwerksparte wuchsen die Regierungsdienstleistungen auf gut 50 Millionen Euro an. Mobile Verbindungen, getrieben durch die Luftfahrt, kletterten um 27 Prozent auf 45 Millionen Euro.

Auch bei festen Verbindungen geht es aufwärts. Ein neuer mehrjähriger Vertrag mit MTN Côte d’Ivoire sichert die Auslastung der hauseigenen Konnect-Satelliten. Das afrikanische Telekommunikationsunternehmen nutzt die Kapazitäten für den Breitbandausbau.

Frisches Kapital sichert den Ausbau

Flankiert wird der operative Umbau von einer neu geordneten Bilanz. Im März platzierte das Management vorrangige Schuldverschreibungen im Volumen von 1,5 Milliarden Euro. Damit schließt der Konzern einen umfassenden Finanzierungsplan ab.

Ratingagenturen honorieren diesen Schritt. Moody’s und Fitch hoben die Bonitätsnoten des Unternehmens an. Die finanzielle Basis für künftige Investitionen in die Satellitenflotte steht.

Für das laufende Geschäftsjahr hält der Vorstand an seiner Prognose fest. Die LEO-Erlöse sollen um 50 Prozent wachsen. Die Investitionen beziffert das Management auf rund 900 Millionen Euro.

Ein Auftragsbestand von 3,4 Milliarden Euro stützt diese Ziele. Der Anteil der Konnektivitäts-Verträge nimmt darin stetig zu und verdrängt das klassische Fernsehgeschäft weiter.

Langfristig peilt Eutelsat bis 2029 operative Umsätze von bis zu 1,7 Milliarden Euro an. Die angestrebte operative Marge von mindestens 65 Prozent erfordert nun eine strikte Kostenkontrolle beim weiteren Ausbau der erdnahen Satellitennetzwerke.

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