Eutelsat Aktie: Neue Partner im Visier
Der europäische Satellitenbetreiber Eutelsat sucht mit der indischen ISRO einen neuen Startpartner, um die Kosten für sein ambitioniertes Ausbauprogramm mit Hunderten neuen Satelliten zu managen.

- Verhandlungen mit indischer Raumfahrtbehörde ISRO laufen
- Ziel sind über 1.000 Satelliten im Orbit
- Kosten für 440 neue Satelliten bei zwei Milliarden Euro
- Unternehmensfinanzierung bis 2031 bereits gesichert
Der europäische Satellitenbetreiber Eutelsat treibt den Ausbau seines Netzwerks voran und sucht dafür strategische Verbündete. Um das ehrgeizige Ziel von bald über 1.000 Satelliten im Orbit zu erreichen, rückt nun Indien als potenzieller Startpartner in den Mittelpunkt. CEO Jean-François Fallacher verhandelt derzeit aktiv mit der dortigen Raumfahrtbehörde ISRO über künftige Missionen.
Hohe Kosten erfordern neue Wege
Hinter der Suche nach neuen Raketenanbietern steht ein immenser finanzieller Aufwand. Eutelsat kalkuliert für sein aktuelles Programm mit 440 neuen Satelliten bis 2030 mit Kosten von rund zwei Milliarden Euro. Die reinen Raketenstarts verschlingen dabei bis zu 40 Prozent dieses Budgets. Die Wahl der Trägersysteme ist somit ein zentraler Hebel für die Profitabilität des Konzerns.
Seit dem Wegfall der russischen Sojus-Raketen verlässt sich das Unternehmen primär auf SpaceX, Ariane und das französische Startup MaiaSpace. Eine Einigung mit der indischen ISRO würde eine wichtige vierte Säule schaffen. Die Basis dafür ist bereits gelegt: Durch die Fusion mit OneWeb im Jahr 2023 bestehen bereits Verbindungen nach Indien, da die ISRO in der Vergangenheit 72 OneWeb-Satelliten ins All brachte. Auch die französische Politik unterstützt diese Ausrichtung, um die Abhängigkeit von nicht-europäischen Anbietern zu verringern und strategischen Marktzugang in Asien zu sichern.
Finanzierung bis 2031 gesichert
Auf der Kapitalseite sieht sich das Management bestens gerüstet. Nach einem Refinanzierungspaket über fünf Milliarden Euro ist der Betrieb bis zum Jahr 2031 vollständig durchfinanziert. Weitere Kapitalerhöhungen schloss Fallacher für die absehbare Zeit explizit aus. Diese fundamentale Stabilität spiegelt sich auch in der jüngsten Marktentwicklung wider, bei der das Papier seit Jahresbeginn ein Plus von gut 18 Prozent verzeichnet.
Langfristig peilt das Management bis zum Geschäftsjahr 2028/2029 Erlöse von 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro an. Die laufenden Verhandlungen mit der indischen Raumfahrtbehörde markieren dabei den nächsten konkreten Schritt, um das geplante Milliarden-Budget für die kommenden Satellitenstarts effizient umzusetzen.
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