Eutelsat Aktie: Offensive gestartet

Der Satellitenbetreiber Eutelsat investiert mit frischem Kapital massiv in die LEO-Sparte und bestellt 340 neue Satelliten bei Airbus, um das schrumpfende klassische Geschäft auszugleichen.

Die Kernpunkte:
  • Massiver Airbus-Auftrag für 340 neue OneWeb-Satelliten
  • Frische 1,5 Milliarden Euro durch Kapitalerhöhung
  • LEO-Umsätze explodieren um über 70 Prozent
  • Halbjahreszahlen im Februar als nächster Prüfstein

Mit frischen 1,5 Milliarden Euro im Rücken drückt der Satellitenbetreiber aufs Tempo. Ein neuer Großauftrag an Airbus soll die Zukunft der OneWeb-Konstellation sichern und die Abhängigkeit vom schwächelnden klassischen Geschäft verringern. Doch reicht die massive Expansion im LEO-Segment aus, um die nachhaltige Wende einzuleiten?

Der französische Konzern hat Mitte Januar 2026 einen umfangreichen Vertrag mit Airbus Defence and Space unterzeichnet. Es geht um den Bau von 340 neuen Satelliten für die niedrige Erdumlaufbahn (LEO). Zusammen mit einer Bestellung aus dem Dezember 2024 umfasst das Auftragsvolumen nun insgesamt 440 Einheiten, deren Auslieferung Ende 2026 beginnen soll. Die Produktion erfolgt auf einer neuen Linie am Airbus-Standort Toulouse. Ziel ist es, ältere Modelle zu ersetzen und die technologische Leistungsfähigkeit der Flotte durch fortschrittliche digitale Verarbeitungskapazitäten zu steigern.

Fokus auf Wachstumsmärkte

Dieser strategische Schritt folgt unmittelbar auf eine erfolgreich abgeschlossene Kapitalerhöhung von 1,5 Milliarden Euro Ende 2025. Die frischen Mittel, die unter anderem durch Ankerinvestoren wie den französischen Staat und das Vereinigte Königreich gesichert wurden, verschaffen Eutelsat den nötigen Spielraum für diese Investitionen. Auch die Ratingagentur Moody’s reagierte positiv auf die verbesserte Finanzstruktur und hob das Rating auf Ba3 mit stabilem Ausblick an.

Die Ausrichtung auf das LEO-Geschäft ist auch in den operativen Zahlen begründet. Während das klassische Geschäft mit geostationären Satelliten (GEO) im ersten Quartal des Geschäftsjahres um gut 10 Prozent schrumpfte, explodierten die LEO-Umsätze förmlich um fast 71 Prozent auf 54,1 Millionen Euro. Analysten von Kepler Cheuvreux nahmen die Beobachtung der Aktie mit einem „Hold“-Rating wieder auf und verwiesen auf die nun herrschende Klarheit bei der Finanzierung.

Die Fakten im Überblick

  • Großauftrag: 340 neue OneWeb-Satelliten bei Airbus bestellt.
  • Gesamtvolumen: Inklusive Vorbestellung werden 440 Einheiten geliefert.
  • Finanzierung: 1,5 Mrd. Euro Kapitalerhöhung Ende 2025 abgeschlossen.
  • Umsatzentwicklung Q1: LEO-Sparte +70,7 %, GEO-Sparte -10,1 %.
  • Strategie: Teilnahme am europäischen IRIS2-Projekt (SpaceRISE-Konsortium).

Der nächste entscheidende Impuls für Anleger folgt am 13. Februar 2026. An diesem Datum veröffentlicht Eutelsat die Halbjahreszahlen, die zeigen werden, ob das rasante Wachstum der neuen OneWeb-Sparte die Rückgänge im klassischen Kerngeschäft profitabel kompensieren kann.

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