Eutelsat Aktie: Refinanzierung abgeschlossen

Der Satellitenbetreiber Eutelsat hat eine 1,5-Milliarden-Euro-Anleihe platziert, um bestehende Schulden zu tilgen. Die Transaktion stärkt die Bilanz und unterstreicht das Vertrauen in die Wachstumsstrategie mit geostationären und erdnahen Satelliten.

Die Kernpunkte:
  • Anleiheemission über 1,5 Milliarden Euro erfolgreich platziert
  • Erlöse dienen vollständig der Umschuldung bestehender Kredite
  • LEO-Geschäft wächst stark und trägt 20 Prozent zum Umsatz bei
  • Rating-Agenturen haben Bonitätsbewertungen deutlich angehoben

Der französisch-britische Satellitenbetreiber Eutelsat hat gestern eine Anleihenemission über 1,5 Milliarden Euro erfolgreich platziert. Die Transaktion markiert den Abschluss des strategischen Refinanzierungsprogramms – und zeigt, wie stark das Vertrauen der Kapitalmärkte in die GEO-LEO-Strategie des Unternehmens gewachsen ist. Nach zwei Rating-Upgrades und einer Kapitalerhöhung im vergangenen Jahr schafft Eutelsat nun klare finanzielle Verhältnisse.

Zwei Tranchen, klares Ziel

Die Emission besteht aus 850 Millionen Euro Senior Notes mit Fälligkeit 2031 (Zinssatz: 5,75 Prozent) und 650 Millionen Euro Senior Notes mit Fälligkeit 2033 (Zinssatz: 6,25 Prozent). Beide Tranchen werden zu 100 Prozent des Nennwerts ausgegeben und von Eutelsat S.A. sowie OneWeb Holdings Limited garantiert.

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Die Bruttoerlöse dienen ausschließlich der Umschuldung: Zwei bestehende Anleihen – 600 Millionen Euro mit 2,25 Prozent Zinsen (Fälligkeit 2027) und 600 Millionen Euro mit 9,75 Prozent (Fälligkeit 2029) – werden vollständig zurückgekauft. Zusätzlich werden der Terminkredit und die revolvierende Kreditfazilität aus 2021 zurückgezahlt und gekündigt. Ergänzend zieht Eutelsat 400 Millionen Euro aus einer neuen, im November 2025 vereinbarten Kreditlinie.

Das Settlement ist für den 5. März geplant.

LEO-Segment trägt bereits ein Fünftel zum Umsatz bei

Die Refinanzierung steht im direkten Zusammenhang mit den Halbjahreszahlen vom 13. Februar. Der Gesamtumsatz lag bei 592 Millionen Euro – auf vergleichbarer Basis stabil, trotz eines Rückgangs von 2,4 Prozent auf berichteter Basis.

Entscheidend: Das LEO-Geschäft wuchs um fast 60 Prozent auf 111 Millionen Euro und steuert damit bereits rund 20 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Das bereinigte EBITDA sank auf 308 Millionen Euro, die Marge auf 52,1 Prozent.

Das Management bekräftigte die Jahresprognose: Stabile Erlöse der operativen Segmente, 50 Prozent LEO-Wachstum und ein Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA von etwa 2,7x zum Jahresende.

Rating-Upgrades stützen Vertrauen

Die verbesserte Finanzstruktur wurde von den Rating-Agenturen honoriert. Moody’s hob das Rating um zwei Stufen auf Ba3 an, Fitch sogar um drei Stufen auf BB – beide mit stabilem Ausblick. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA soll von 3,9x im Geschäftsjahr 2025 auf rund 2,5x im laufenden Jahr sinken.

Nach der Ergebnisveröffentlichung im Februar legte die Aktie um knapp 11 Prozent zu, obwohl ein Nettoverlust von 236 Millionen Euro ausgewiesen wurde. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei 2,64 Milliarden Euro.

Fokus auf LEO-Konstellation

Eutelsat entstand 2023 durch den Zusammenschluss mit OneWeb und betreibt 33 geostationäre Satelliten sowie eine LEO-Konstellation von über 600 Satelliten. Das Unternehmen bedient die Segmente Video (rund 6.300 TV-Kanäle), Mobile Connectivity, Fixed Connectivity und Government Services.

Mit dem Abschluss der Anleihenemission ist das Refinanzierungsprogramm nahezu abgeschlossen. Am 12. Mai folgen die nächsten Ergebnisse – bis dahin dürfte die Entwicklung des LEO-Segments im Fokus stehen.

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