Eutelsat Aktie: Regierungsdeals zünden
Eutelsat meldet mehrere strategische Regierungsdeals für seine OneWeb-Sparte, die das Unternehmen als Anbieter für Verteidigung und staatliche Infrastruktur etablieren.

- Testprojekt mit der indischen Marine erfolgreich
- Angebot für Arktis-Konnektivität an Kanada
- Frankreich prüft Lieferung von Terminals in den Iran
- Folgeauftrag für 340 weitere OneWeb-Satelliten
Die Eutelsat-Aktie setzt ihre Rallye fort: Seit Jahresbeginn legte das Papier über 30 % zu und notiert heute bei 2,27 EUR (+1,34 %). Der Grund für das Anlegerinteresse liegt in einer Serie strategischer Aufträge, die das Unternehmen innerhalb von 48 Stunden vermelden konnte. Vom Einsatz bei der indischen Marine über ein 250-Millionen-Dollar-Angebot an Kanada bis hin zu geopolitischen Überlegungen in Frankreich – die OneWeb-Sparte rückt ins Zentrum staatlicher Infrastrukturpläne.
Die Fakten im Überblick:
– Erfolgreicher Test bei der indischen Marine (Projekt “Kaundinya”)
– 250-Mio.-Dollar-Vorschlag an das kanadische Militär für Arktis-Konnektivität
– Frankreich prüft Lieferung von Terminals in den Iran während Internet-Blackout
– Folgeauftrag über 340 weitere OneWeb-Satelliten an Airbus (12. Januar)
Maritime Verteidigung und Arktis-Ambitionen
Die indische Marine setzte das Segelschiff INSV Kaundinya ausschließlich über OneWeb-Satelliten auf der Route nach Muscat in Betrieb. Sanjeev Sanyal, Berater des indischen Premierministers, würdigte die Technologie als entscheidend für Crew-Sicherheit und Echtzeitkommunikation. Der Test dient als Referenzprojekt für weitere maritime Verteidigungsanwendungen.
Parallel dazu unterbreitete Eutelsat Kanada ein Angebot über 250 Millionen Dollar für Breitband-Konnektivität in der Arktis. Das Unternehmen wirbt mit “souveräner Kapazität”, die innerhalb weniger Monate verfügbar wäre – ein Vorteil gegenüber den langfristigeren Plänen mit Telesat und MDA Space. Die Entscheidung Ottawas könnte zum Wendepunkt werden: Eine Zusage wäre nicht nur ein Umsatzschub, sondern würde OneWeb als NATO-kompatiblen Standard validieren.
Geopolitische Dimension
Zusätzliche Aufmerksamkeit zieht Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot auf sich. Paris prüft die Lieferung von Eutelsat-Terminals in den Iran, um der Bevölkerung während staatlicher Internet-Sperren Zugang zu Informationen zu ermöglichen. Zwar konkurriert Eutelsat hier mit SpaceX’ Starlink, doch die politische Relevanz als europäische Alternative in Krisengebieten wird deutlich.
Strategie zahlt sich aus – aber noch nicht in den Zahlen
Die Nachrichtenlage bestätigt Eutelsats Neuausrichtung: Weg vom reinen TV-Satellitenbetrieb, hin zum integrierten Konnektivitätsanbieter für B2B-, Regierungs- und Verteidigungskunden. Mit über 600 LEO-Satelliten setzt das Unternehmen auf garantierte Service-Level-Agreements und Ausfallsicherheit – Kriterien, die im Regierungsgeschäft entscheidender sind als die schiere Satellitenzahl von Starlink.
Die finanzielle Realität bleibt jedoch herausfordernd: Ein Nettoverlust von 1,08 Milliarden Euro in den vergangenen zwölf Monaten zeigt, dass die hohen Investitionen in die LEO-Infrastruktur noch nicht in profitables Wachstum übersetzt wurden. Die aktuellen Deals sind umsatzseitig noch keine Durchbrüche, aber essenzielle Referenzen für künftige Großaufträge.
Am 13. Februar folgen die nächsten Finanzergebnisse. Sollte Kanada zusagen und die Charttechnik das Niveau um 2,20 EUR nachhaltig verteidigen, könnte die Aufwärtsdynamik anhalten.
Eutelsat-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eutelsat-Analyse vom 15. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Eutelsat-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eutelsat-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Eutelsat: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




