Eutelsat Aktie: SpaceX-Abhängigkeit bricht!
Der Satellitenbetreiber reduziert seine Abhängigkeit von SpaceX durch ein neues Abkommen mit MaiaSpace und profitiert von stark wachsenden Umsätzen im Low-Earth-Orbit-Segment.

- Starkes Umsatzwachstum im LEO-Geschäft
- Neues Startabkommen reduziert SpaceX-Abhängigkeit
- Langfristige Erlöse durch IRIS²-Projekt gesichert
- Aktienkurs legt seit Jahresbeginn deutlich zu
Eutelsat hat eine bemerkenswerte Woche hinter sich — und der Freitag setzte noch einmal einen drauf. Die Aktie des Satellitenbetreibers kletterte am letzten Handelstag um knapp 8 Prozent auf 2,69 Euro und liegt damit seit Jahresbeginn rund 50 Prozent im Plus. Was steckt hinter der Dynamik?
LEO-Wachstum als Kurstreiber
Der fundamentale Kern ist das rasant wachsende Low-Earth-Orbit-Segment. Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die LEO-Umsätze um fast 60 Prozent — stark genug, um einen leichten Rückgang der Gesamterlöse auf 592 Millionen Euro zu überdecken. Die Konnektivitätsumsätze legten um knapp 12 Prozent zu, die Nettoverschuldung sank auf 1,3 Milliarden Euro.
Das Management bestätigte die Jahresziele: stabiles operatives Umsatzwachstum, 50 Prozent LEO-Umsatzplus und ein Nettoverschuldungs-EBITDA-Verhältnis von rund 2,7x zum Jahresende. Für das Geschäftsjahr 2028/2029 peilt Eutelsat Erlöse zwischen 1,5 und 1,7 Milliarden Euro an.
Weg von SpaceX
Das strategisch wichtigste Thema der Woche war die Abhängigkeit von SpaceX als Startanbieter. US-Zölle auf Luft- und Raumfahrtmetalle sowie Elektronik treiben die Kosten amerikanischer Raketenbetreiber in die Höhe — und damit auch Eutelsat, das den Großteil seiner Starts über SpaceX abwickelt.
Die Antwort: ein Multi-Start-Abkommen mit MaiaSpace, dem Raketenprogramm von ArianeGroup. Ab 2027 sollen damit LEO-Satelliten der OneWeb-Konstellation gestartet werden. Das reduziert die Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter und schafft Planungssicherheit für Kunden.
IRIS² als Langfristanker
Geopolitisch bleibt Eutelsat gut positioniert. Das Unternehmen ist Teil des SpaceRISE-Konsortiums — gemeinsam mit SES und Hispasat — und sichert damit Europas militärische Ka-Band-Frequenzen über einen dedizierten LEO-Satelliten. Über die Laufzeit des IRIS²-Konzessionsvertrags erwartet Eutelsat Erlöse von mindestens 6,5 Milliarden Euro, gespeist aus EU-Ankerverträgen und der globalen Vermarktung von LEO-Kapazitäten.
Technisch hat die Aktie trotz der jüngsten Rallye noch Luft nach oben: Der RSI liegt bei 24 — ein Niveau, das auf keine überhitzte Stimmung hindeutet. Unterstützung findet der Kurs bei rund 2,45 Euro. Am 12. Mai veröffentlicht Eutelsat die Umsatzzahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monate — dann wird sich zeigen, ob das LEO-Wachstum das hohe Tempo hält.
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