Eutelsat Aktie: Unerwartete Verzögerungen?

Die französische Regierung untersagt den Verkauf von Bodeninfrastruktur an EQT aus Sicherheitsgründen. Eutelsat muss seine Schuldenprognose erhöhen, erwartet aber langfristig höhere Margen.

Die Kernpunkte:
  • Staatliches Veto verhindert 550-Millionen-Deal
  • Verschuldungsgrad-Prognose wird nach oben korrigiert
  • Langfristige EBITDA-Marge steigt auf 65 Prozent
  • Fokus liegt nun auf OneWeb-Integration und Halbjahreszahlen

Rückschlag für die Entschuldungspläne des Satellitenbetreibers: Der strategisch wichtige Verkauf von Bodeninfrastruktur an den Finanzinvestor EQT ist endgültig vom Tisch. Die französische Regierung legte ihr Veto ein, was Eutelsat dazu zwingt, seine Prognosen für die Verschuldung nach oben zu korrigieren.

  • Deal-Absage: Verkauf von Infrastruktur an EQT gescheitert.
  • Grund: Staatliche Bedenken bezüglich nationaler Sicherheit.
  • Folge: Nettoerlöse von 550 Millionen Euro bleiben aus.

Staatliches Veto verhindert Millionenerlös

Die geplante Transaktion mit EQT Infrastructure VI sollte Eutelsat frisches Kapital in die Kassen spülen, doch Paris schob dem Vorhaben einen Riegel vor. Die französische Regierung verweigerte die notwendige Genehmigung unter Berufung auf nationale Sicherheitsinteressen. Hintergrund ist die duale Nutzung der Antennenanlagen für sowohl zivile als auch militärische Kommunikation, die der Staat nicht in den Händen eines Finanzinvestors sehen wollte.

Für Eutelsat bedeutet dies den Verlust von sicher geglaubten Nettoerlösen in Höhe von rund 550 Millionen Euro. Diese Mittel waren fest eingeplant, um die Bilanzstruktur im laufenden Transformationsprozess zu stärken.

Finanzziele müssen korrigiert werden

Das Fehlen der Verkaufserlöse hat unmittelbare Auswirkungen auf die Verschuldungskennzahlen. Das Management musste die Prognose für den Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA) zum Ende des Geschäftsjahres 2025/26 anpassen. Statt des ursprünglich anvisierten Faktors von 2,5 rechnet der Konzern nun mit einem Wert von etwa 2,7.

Es gibt jedoch auch einen positiven Nebeneffekt: Da Eutelsat die umsatzgenerierenden Anlagen behält, verbessert sich die langfristige Ertragskraft. Die Prognose für die EBITDA-Marge im Geschäftsjahr 2028/29 wurde von zuvor 60 Prozent auf rund 65 Prozent angehoben. Das Unternehmen betonte zudem, dass die Finanzierung geplanter Wachstumsinvestitionen trotz der geplatzten Transaktion gesichert sei.

Fokus auf OneWeb-Integration

Die Absage trifft Eutelsat inmitten der komplexen Integration des LEO-Satellitenbetreibers OneWeb. Der Konzern baut derzeit seine Position als kombinierter Anbieter von geostationären (GEO) und niedrig umlaufenden (LEO) Satellitendiensten aus. In diesem kapitalintensiven Umfeld wäre der Zufluss aus dem EQT-Deal eine willkommene Entlastung gewesen.

Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer richtet sich nun auf den 13. Februar 2026. An diesem Termin wird Eutelsat die Finanzergebnisse für das erste Halbjahr präsentieren und muss darlegen, wie der Weg zum Schuldenabbau ohne den Verkauf der Bodeninfrastruktur konkret gestaltet wird.

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