Eutelsat Aktie: Veto bremst
Ein staatliches Veto verhindert den Verkauf von Eutelsats Bodeninfrastruktur. Dadurch entfallen 550 Millionen Euro Erlöse, die Verschuldungsquote steigt, doch die langfristige EBITDA-Marge verbessert sich.

- Veto aus Paris stoppt Verkauf an EQT
- Fehlende 550 Millionen Euro an Erlösen
- Verschuldungsziel für 2025/26 angehoben
- Langfristig höhere EBITDA-Marge erwartet
Ein staatliches Veto aus Paris verändert Eutelsats Finanzplanung kurzfristig spürbar. Der geplante Verkauf der Bodeninfrastruktur ist geplatzt – und damit auch ein wichtiger Mittelzufluss. Vier Tage vor den Halbjahreszahlen rückt jetzt die Frage in den Vordergrund: Wie stark verschiebt sich der finanzielle Spielraum, wenn 550 Millionen Euro nicht kommen?
Die wichtigsten Punkte:
– Frankreich stoppte den Verkauf der passiven Bodeninfrastruktur an EQT aus Souveränitätsgründen
– Erwartete Nettoerlöse von rund 550 Mio. Euro fallen weg
– Ziel für Nettoverschuldung/EBITDA steigt für 2025–26 auf ca. 2,7 (zuvor 2,5)
– Dafür entfällt ein geplanter Leaseback-Kostenblock: EBITDA-Marge 2028–29 nun bei rund 65%
Frankreich stoppt EQT-Deal
Ende Januar legte Finanzminister Roland Lescure sein Veto gegen die Transaktion ein. Begründung: Die Antennenanlagen hätten strategische Bedeutung für zivile und militärische Kommunikation. Eutelsat bestätigte kurz darauf, dass die Bedingungen für einen Abschluss nicht erfüllt wurden.
Damit ist klar: Der Konzern kann den ursprünglich erwarteten Geldzufluss nicht zur Entschuldung einsetzen. Genau dort zeigt sich nun die erste messbare Folge.
Finanzziele: Mehr Verschuldung, bessere Marge später
Nach dem Scheitern des Deals hat Eutelsat die Prognose für das Verhältnis Nettoverschuldung zu EBITDA angepasst. Für das Geschäftsjahr 2025–26 rechnet das Unternehmen jetzt mit etwa 2,7 statt 2,5. Die übrigen Finanzziele bleiben laut Angaben unverändert.
Gleichzeitig bringt die neue Lage einen rechnerischen Vorteil für später: Weil der geplante Leaseback-Vertrag nicht zustande kommt, entfallen jährliche Servicekosten von 75 bis 80 Mio. Euro. In der Folge erwartet Eutelsat für 2028–29 nun eine EBITDA-Marge von rund 65%.
Nächster Fixpunkt: Halbjahreszahlen am Freitag
Am Freitag veröffentlicht Eutelsat die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2025–26. Die Zahlen sollen zeigen, wie sich die Integration von OneWeb in der operativen Entwicklung niederschlägt. Seit dem 13. Januar befindet sich das Unternehmen in der Quiet Period.
Bereits bekannt ist zudem ein großer Ausbau-Schritt: Eutelsat hatte 340 weitere Satelliten für das Low-Earth-Orbit-Netzwerk bei Airbus Defence and Space bestellt; zusammen mit einer früheren Bestellung sind es 440 Satelliten. Die ersten Auslieferungen sind laut Euronext-Mitteilungen für Ende 2026 geplant.
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