Eversource Energy Aktie: Rückforderungs-Keule!
Rückerstattungsforderungen in Massachusetts und ein niedrigeres Goldman-Sachs-Kursziel belasten Eversource; Quartalszahlen folgen am 4. November.

- Aktie verliert 3,4 Prozent
- Massachusetts verlangt Rückzahlungen von Versorgern
- Goldman Sachs senkt Kursziel auf 80 Dollar
- Quartalsbericht erscheint am 4. November
Die Aktie von Eversource Energy steht zu Beginn der neuen Handelswoche spürbar im Minus. Am heutigen Montag verzeichnet das Wertpapier einen Kursrückgang von 3,4 Prozent auf 57,50 Euro. Die Abgaben vollziehen sich vor dem Hintergrund einer allgemeinen Zurückhaltung gegenüber US-Versorgerwerten, treffen bei dem Unternehmen jedoch auf ein ohnehin anspruchsvolles Umfeld.
Im Branchenvergleich gaben Versorgertitel zum Wochenauftakt nach, was sich unter anderem in einem Minus von 1,73 Prozent beim Branchenbarometer Utilities Select Sector SPDR Fund widerspiegelte. Bei Eversource wirken jedoch zusätzlich regionale Regulierungs- und Politikthemen in den US-Heimatmärkten nach, die das Unternehmen seit Wochen begleiten.
Rückforderungsdebatte in Massachusetts
Ein wesentlicher Diskussionspunkt betrifft Übertragungsnetzentgelte in Neuengland. Am vergangenen Dienstag forderte die Gouverneurin von Massachusetts, Maura Healey, das Unternehmen sowie die Branchenkollegen National Grid und Unitil auf, Kundengelder unverzüglich zurückzuerstatten.
Anlass ist eine Entscheidung der Regulierungsbehörde FERC, welche die erlaubte Eigenkapitalrendite reduziert hatte. Medienberichten zufolge steht für die Region ein geschätzter Rückerstattungsbetrag von $1,5 Milliarden im Raum.
Healey setzte den Energieversorgern eine Frist bis zum 27. Oktober 2026, um konkrete Erstattungsbeträge und Auszahlungszeitpläne vorzulegen. Eversource signalisierte die Absicht, den Vorgaben der FERC nachzukommen. Das Unternehmen wies jedoch gleichzeitig darauf hin, dass die genaue Berechnung sowie die Auszahlung an die Verbraucher mit erheblichen organisatorischen Herausforderungen verbunden seien.
Parallel dazu steht der Versorger auch in Connecticut unter politischer Beobachtung. Dort hatte Gouverneur Ned Lamont am 8. Oktober öffentlich Äußerungen von Eversource-Chef Joe Nolan kritisiert, die Investitionen des Konzerns und das dortige Investitionsklima betroffen hatten.
Kursziel gesenkt und Quartalstermin fixiert
Die jüngsten Entwicklungen spiegeln sich auch in Analysteneinschätzungen wider. Am vergangenen Donnerstag reduzierte die Investmentbank Goldman Sachs ihr Kursziel für Eversource Energy von zuvor $82 auf nun $80.
Neue Impulse für Anleger dürften die kommenden Unternehmenszahlen liefern. Eversource Energy hat die Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal für den 4. November nach dem Ende des regulären US-Börsenhandels angesetzt. Am darauffolgenden 5. November soll die entsprechende Telefonkonferenz für Investoren und Analysten stattfinden.
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