Evonik: 80 Millionen für Fermentationsanlage Slowakei
Evonik treibt den Konzernumbau voran und investiert massiv in Biotechnologie. Die Aktie legt seit Jahresbeginn deutlich zu.

- 80 Millionen Euro für Pharmawirkstoffe
- 50 neue Arbeitsplätze in der Slowakei
- Aktie steigt seit Jahresbeginn um 31 Prozent
- Fokus auf margenstarke Biotechnologie
Evonik treibt den Konzernumbau voran. Weg von der klassischen Chemie, hin zu margenstarker Biotechnologie. Dafür fließen nun rund 80 Millionen Euro in die Slowakei. Der Spezialchemiekonzern baut dort seine Produktionskapazitäten für pharmazeutische Wirkstoffe massiv aus.
Ausbau in der Slowakei
Am Standort Slovenská Ľupča erweitert Evonik die sogenannte Downstream-Fermentationstechnologie. Diese Technik reinigt biotechnologisch hergestellte Wirkstoffe. Damit bedient das Unternehmen die weltweit steigende Nachfrage nach komplexen Arzneistoffen. Etwa 50 neue Arbeitsplätze entstehen in der Region.
Die Maßnahme stärkt direkt das Auftragsfertigungsgeschäft von Evonik. Der Konzern agiert hier als Partner für Pharmafirmen. Er entwickelt und produziert deren Wirkstoffe im industriellen Maßstab. Für das Werk in der Slowakei ist es bereits das zweite Großprojekt. Erst 2022 entstand dort eine Anlage für nachhaltige Rhamnolipide. Der Standort etabliert sich damit als zentraler Biotechnologie-Hub des Konzerns.
An der Börse kommt der strategische Schwenk in weniger zyklische Bereiche gut an. Seit Jahresbeginn legte die Evonik-Aktie um rund 31 Prozent zu. Am Donnerstag ging das Papier bei 17,51 Euro aus dem Handel. Ein niedriger RSI-Wert von knapp 27 signalisiert aktuell eine überverkaufte Situation. Das könnte auf eine kurzfristige Übertreibung nach unten hindeuten.
Transformation des Portfolios
Evonik reduziert gezielt die Abhängigkeit von schwankungsanfälligen Basischemikalien. Das Management will den Anteil an nachhaltigen und margenstarken Lösungen im Portfolio konsequent erhöhen. Neben dem Ausbau in Europa startete der Konzern kürzlich neue Produktionslinien im chinesischen Nanjing. Dort fertigt das Unternehmen nun spezielle Amine. Parallel treibt Evonik Innovationen in der Anwendungstechnik voran. Ein aktuelles Beispiel sind neue Epoxid-Härter für den Bautenschutz unter feuchten Bedingungen.
Die finanziellen Auswirkungen des Umbaus rücken bald in den Fokus. Am 8. Mai 2026 präsentiert das Management die Zahlen für das erste Quartal. Investoren achten dann besonders auf zwei Faktoren. Die Entwicklung des freien Cashflows und erste messbare Erfolge der laufenden Effizienzprogramme stehen im Mittelpunkt.
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