Evonik Aktie: Entscheidung naht!

Evonik veröffentlicht am 4. November Quartalszahlen nach Gewinnwarnung und Wechsel im Finanzvorstand. Die Ergebnisse werden zum Test für die gesenkte Prognose.

Die Kernpunkte:
  • Quartalszahlen am 4. November entscheidend
  • Gewinnprognose für 2025 deutlich gesenkt
  • Finanzvorständin Schuh überraschend ausgeschieden
  • Branchenweite Herausforderungen durch hohe Energiekosten

Die Evonik-Aktie steht vor der Richtungsentscheidung: Am 4. November legt der Spezialchemiekonzern die Zahlen zum dritten Quartal vor. Nach der deutlichen Prognosekorrektur im September und dem überraschenden Abgang der Finanzchefin steht viel auf dem Spiel.

Doppelschlag im September

Ende September traf es Anleger doppelt hart: Zunächst verkündete Evonik den überraschenden Abgang von Finanzvorständin Maike Schuh nach nur anderthalb Jahren im Amt. CEO Christian Kullmann übernahm das Ressort kommissarisch.

Nur eine Woche später folgte der eigentliche Schock: Die Gewinnwarnung. Evonik senkte die EBITDA-Prognose für 2025 auf rund 1,9 Milliarden Euro – zuvor hatte das Unternehmen noch 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Für das dritte Quartal erwartet der Konzern nur noch 420 bis 460 Millionen Euro, ein starker Einbruch gegenüber den 577 Millionen Euro vom Vorjahresquartal.

Kampf gegen die Rahmenbedingungen

Die Probleme beschränken sich nicht nur auf Evonik. Die gesamte Chemiebranche kämpft mit:
* Schwacher globaler Konjunktur
* Anhaltend hohen Energiekosten
* Zurückhaltenden Kunden in allen wichtigen Märkten

CEO Kullmann verschärfte nun den Ton und forderte die Abschaffung des europäischen Emissionshandels. Das CO2-Gebührensystem bezeichnete er als „volkswirtschaftlichen Irrsinn“, der die europäische Industrie international benachteilige.

Countdown zum 4. November

Kann Evonik die gesenkten Erwartungen am 4. November bestätigen? Die Quartalszahlen werden zum Lackmustest für die neue Prognose. Noch wichtiger: Welche Signale sendet das Management für das vierte Quartal und das kommende Geschäftsjahr?

Bis zur Veröffentlichung herrscht offizielle „Quiet Period“. Doch danach wird sich zeigen, ob die Aktie nach den deutlichen Verlusten seit Jahresbeginn wieder Boden gutmachen kann – oder ob die Talfahrt weitergeht.

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