Evonik Aktie: Kleine Schockwellen!
Der Spezialchemiekonzern erreicht sein EBITDA-Ziel, muss aber die Ausschüttung senken und erwartet für 2026 einen stagnierenden Umsatz. Ein umfangreiches Sparprogramm soll Kosten reduzieren.

- Bereinigtes EBITDA 2025 bei 1,87 Milliarden Euro
- Dividende sinkt auf 1,00 Euro je Aktie
- Sparprogramm streicht bis zu 2.000 Stellen
- Vorsichtige Prognose für das laufende Jahr
Der Spezialchemiekonzern Evonik hat seine Gewinnziele für 2025 erreicht, doch Anleger müssen Einschnitte hinnehmen. Während das strikte Sparprogramm greift, senkt der Vorstand die Ausschüttung und blickt vorsichtig auf das laufende Jahr. Ist die Substanz des MDax-Konzerns stark genug für den anhaltenden chemischen Winter?
Solide Erträge bei sinkendem Umsatz
Die finalen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 zeigen ein gemischtes Bild. Operativ erfüllte Evonik die Erwartungen: Das bereinigte EBITDA landete mit 1,87 Milliarden Euro fast punktgenau auf der Prognose. Der Nettogewinn stieg sogar leicht auf 265 Millionen Euro.
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Die Umsatzseite offenbart jedoch die strukturellen Probleme der Branche. Die Erlöse sanken im Jahresvergleich um 7 Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Besonders das Segment „Advanced Technologies“ verzeichnete Rückgänge bei Umsatz und Marge. Die Aktie, die auf Sicht von zwölf Monaten bereits über 33 Prozent an Wert verloren hat und aktuell bei rund 13,92 Euro notiert, spiegelt diese Wachstumsschwäche wider.
Strategiewechsel bei der Ausschüttung
Um die finanzielle Flexibilität zu erhöhen, passt das Management die Dividendenpolitik an. Künftig sollen zwischen 40 und 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses ausgeschüttet werden. Für das abgelaufene Geschäftsjahr bedeutet dies konkret: Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor. Im Vorjahr erhielten Aktionäre noch 1,17 Euro.
Begleitet wird dieser Schritt vom Konzernumbau „Evonik Tailor Made“. Das Programm soll bis 2026 abgeschlossen sein und jährliche Einsparungen von rund 400 Millionen Euro liefern. Der Preis dafür ist hoch: Weltweit fallen bis zu 2.000 Stellen weg, der Großteil davon in Deutschland.
Führungsvakuum und vorsichtiger Ausblick
Ein Unsicherheitsfaktor bleibt die Besetzung der Finanzvorstands-Position. Seit September 2025 ist der Posten vakant und soll erst bis zur Hauptversammlung im Juni neu besetzt werden – eine ungewöhnlich lange Hängepartie in einer kritischen Marktphase.
Für 2026 revidierte Evonik die Umsatzerwartung leicht nach unten auf eine Spanne von 13,5 bis 14,5 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro liegen. Diese breite Spanne verdeutlicht die geringe Visibilität in einem Markt, der weiterhin von hohen Energiepreisen und globalen Überkapazitäten geprägt ist.
Fazit
Evonik liefert zwar die versprochenen Gewinne, erkauft sich diese Stabilität aber durch harte Einschnitte beim Personal und bei der Dividende. Der Konzern befindet sich in einer schwierigen Übergangsphase, in der Umsatzwachstum fehlt. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung werden die Fortschritte beim Sparprogramm sowie die Vorstellung des neuen Finanzvorstands auf der Hauptversammlung am 3. Juni 2026 sein.
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