Evonik Aktie: Margendruck vor Zahlen
Evonik erwartet für das erste Quartal einen deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses. Trotz des Margendrucks durch hohe Energiekosten passen Analysten ihre Kursziele nach oben an.

- Deutsche Bank prognostiziert 18% EBITDA-Rückgang
- Hohe Energiepreise belasten die Margen
- Analysten bewerten Aktie uneinheitlich
- Offizieller Quartalsbericht folgt am 8. Mai
Sinkende Gewinne, aber steigende Kursziele – die Vorboten für die anstehenden Quartalszahlen des Spezialchemiekonzerns Evonik senden widersprüchliche Signale. Während die Deutsche Bank für den Jahresauftakt einen deutlichen Ergebnisrückgang prognostiziert, passen erste Analysten ihre Bewertungen nach oben an. Das spiegelt die komplexe Gemengelage aus schwacher Konjunktur und leiser Hoffnung auf Besserung wider.
Gegenwind im ersten Quartal
Konkret rechnet die Deutsche Bank für das erste Quartal mit einem Rückgang des operativen Ergebnisses (EBITDA) um 18 Prozent auf rund 461 Millionen Euro. Verantwortlich für diesen Dämpfer sind in erster Linie niedrigere Margen sowie ungünstige Wechselkurseffekte. Auffällig ist jedoch: Analystin Virginie Boucher-Ferte hob das Kursziel für das Papier trotz der defensiven Erwartungen von 13 auf 15 Euro an und beließ die Einstufung auf „Hold“. Damit liegt ihre Schätzung leicht über dem aktuellen Marktkonsens.
Hohe Energiekosten belasten
Der prognostizierte Margendruck hat klare makroökonomische Ursachen. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten treiben die Energiepreise auf hohes Niveau, wobei die für die Industrie wichtige Rohölsorte Brent zuletzt bei über 110 US-Dollar pro Barrel notierte. Gepaart mit einer trüben wirtschaftlichen Stimmung in der Eurozone – der Sentix-Index fiel im April auf -19,2 Punkte – entsteht eine schwierige Ausgangslage für energieintensive Produzenten.
Analysten uneins
Angesichts dieser Rahmenbedingungen bewerten Marktbeobachter die Perspektiven der Aktie höchst unterschiedlich. Die Unsicherheit über das Tempo einer möglichen konjunkturellen Erholung in der Chemiebranche zeigt sich in einer deutlichen Spanne der aktuellen Einschätzungen:
- Goldman Sachs: Einstufung „Buy“, Kursziel 20 Euro
- Barclays: Einstufung „Overweight“, Kursziel 17 Euro
- DZ Bank: Einstufung „Halten“, fairer Wert 16 Euro
- UBS: Einstufung „Neutral“, Kursziel 14 Euro
Am 8. Mai wird Evonik den offiziellen Zwischenbericht vorlegen. Die Zahlen müssen dann belegen, inwieweit die Nachfrage in den Kernsegmenten den hohen Produktionskosten standhält. Die leichten Zielanhebungen einiger Banken signalisieren bereits, dass der Markt den erwarteten schwachen Jahresauftakt größtenteils verarbeitet hat und auf eine operative Stabilisierung im weiteren Jahresverlauf setzt.
Evonik-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Evonik-Analyse vom 7. April liefert die Antwort:
Die neusten Evonik-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Evonik-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Evonik: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...



