Evonik Aktie: Morgan Stanley dreht
Morgan Stanley stuft Evonik nach Monaten der Zurückhaltung hoch. Parallel startet die ausgegliederte Infrastruktur-Tochter SYNEQT mit Milliardenumsatz operativ durch.

- Rating-Hochstufung durch Morgan Stanley auf Equal Weight
- SYNEQT-Tochter startet mit 1,8 Milliarden Euro Umsatz
- Analysten sehen Risiken als weitgehend eingepreist
- Strategischer Umbau soll Komplexität reduzieren
Morgan Stanley nimmt die Verkaufsempfehlung zurück. Nach Monaten des Pessimismus stufen die US-Analysten die Evonik-Aktie auf „Equal Weight” hoch – gleichzeitig startet die neue Infrastruktur-Tochter SYNEQT operativ durch. Markiert das den Wendepunkt für den gebeutelten Spezialchemie-Konzern?
Die wichtigsten Fakten:
– Morgan Stanley hebt Rating von „Underweight” auf „Equal Weight”
– Kursziel bleibt mit 14,70 Euro nahezu unverändert (zuvor 15,00 Euro)
– Negative Szenarien laut Analysten bereits eingepreist
– SYNEQT-Tochter startet mit 3.500 Mitarbeitern und 1,8 Milliarden Euro Umsatz
Signalwirkung nach monatelangem Abwärtstrend
Die Hochstufung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Ende 2025 hatte eine Welle von Kurszielkürzungen die Aktie belastet – J.P. Morgan und Deutsche Bank strich ihre Prognosen teils von über 20 Euro auf 14 bis 16 Euro zusammen. Morgan Stanley begründet den Schritt nun mit einem verbesserten Chancen-Risiko-Verhältnis: Die Risiken für Gewinnentwicklung und Dividende seien auf dem aktuellen Kursniveau weitgehend berücksichtigt.
Parallel vollzieht Evonik einen strategischen Umbau. Die neue Tochter SYNEQT bündelt seit dem 1. Januar das Infrastrukturmanagement der Chemieparks in Marl und Wesseling. Die Ausgliederung schafft Transparenz und sendet ein Signal an Investoren, die seit Jahren eine Reduzierung der Komplexität fordern.
Strukturwandel mit Signalwirkung
SYNEQT ist mehr als eine interne Umorganisation. Mit 1,8 Milliarden Euro Umsatz und 3.500 Beschäftigten entsteht eine eigenständige Einheit, die künftig strategische Optionen eröffnet – etwa die Hereinnahme von Partnern oder eine separate Bewertung des Infrastrukturgeschäfts. Der Fokus liegt zunächst auf Effizienzsteigerung, doch die operative Selbstständigkeit könnte mittelfristig den “Conglomerate Discount” reduzieren.
Ergänzend meldet Evonik einen Erfolg in der Medizintechnik: Die chinesische Aufsichtsbehörde NMPA genehmigte ein Schädelimplantat-System auf Basis des Hochleistungskunststoffs VESTAKEEP Fusion. Der kurzfristige Umsatzbeitrag bleibt überschaubar, unterstreicht jedoch die Innovationskraft in margenstarken Nischenmärkten.
Technisch bleibt Luft nach oben begrenzt
Das Morgan-Stanley-Kursziel von 14,70 Euro liegt nur knapp über dem aktuellen Niveau. Technisch muss die Aktie die Marke von 13,50 Euro nachhaltig überwinden, um weiteres Potenzial zu aktivieren. Die vorläufigen Jahreszahlen für 2025 und der Ausblick auf 2026 werden zeigen, ob die schwache Industrienachfrage weitere Belastungen bringt oder ob die Analysten mit ihrer Einschätzung recht behalten, dass die Skepsis bereits eingepreist ist.
Evonik-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Evonik-Analyse vom 7. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Evonik-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Evonik-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Evonik: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




