Evonik Aktie: Termin im Blick

Der Spezialchemiekonzern stellt am 4. März die finalen Zahlen für 2025 vor und gibt die offizielle Prognose für 2026 bekannt. Zugleich wird die Ausschüttungspolitik angepasst.

Die Kernpunkte:
  • Vorstellung der offiziellen Prognose für 2026
  • Neue flexible Dividendenstrategie vorgestellt
  • Kostensenkungsprogramm mit Personalabbau
  • Tarifkonflikt als zusätzlicher Unsicherheitsfaktor

Bei Evonik läuft vieles auf einen Tag hinaus: Am 4. März legt der Spezialchemiekonzern die endgültigen Zahlen für 2025 vor – und damit auch den offiziellen Ausblick für 2026. Genau dieser Blick nach vorn wird entscheidend, weil gleichzeitig die Dividendenstrategie neu justiert wird und der Tarifstreit in der Chemiebranche weiter schwelt. Kann Evonik mit Guidance und Umbauplänen genug Vertrauen zurückgewinnen?

Zuletzt zeigte sich die Aktie nervös: Am Freitag schloss sie bei 14,73 Euro (-1,60%). Auf 30 Tage steht dennoch ein Plus von 13,57% – das unterstreicht, wie schnell sich die Stimmung drehen kann. Auffällig: Der RSI (14 Tage) liegt bei 15,8 und signalisiert damit einen stark überverkauften Zustand.

4. März: Zahlen, Q4-Klarheit und Guidance

Mit dem Geschäftsbericht will Evonik mehr liefern als nur das finale Zahlenwerk. Auf Basis vorläufiger Daten stehen für 2025 ein bereinigtes EBITDA von rund 1,874 Mrd. Euro, ein Umsatz von etwa 14,1 Mrd. Euro und ein Free Cashflow von rund 695 Mio. Euro im Raum. Entscheidend wird aber, was daraus für 2026 abgeleitet wird.

Denn der Bericht soll die offizielle Guidance für 2026 bringen. Der Konzern rechnet für das laufende Jahr mit einem bereinigten EBITDA von 1,7 bis 2,0 Mrd. Euro – ein Korridor, der die Unsicherheit im Umfeld spiegelt. Anleger dürften zudem darauf achten, ob Evonik Signale für eine Nachfrageerholung in wichtigen Abnehmerbranchen wie Auto und Bau sieht.

Dividende runter, Flexibilität rauf

Parallel stellt Evonik die Ausschüttungspolitik um. Künftig sollen 40 bis 60% des bereinigten Konzernergebnisses an die Aktionäre fließen – erstmals für den Bilanzgewinn 2026. Für 2025 schlägt der Vorstand der Hauptversammlung eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor, nach 1,17 Euro zuvor.

Die Botschaft dahinter ist klar: mehr finanzieller Spielraum in einem schwierigen Marktumfeld. Mittelfristig bleibt als Zielmarke eine Kapitalrendite (ROCE) von 11% gesetzt.

Tarifkonflikt und Umbau: Kosten runter, Druck bleibt

Ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor ist der Tarifstreit in der deutschen Chemie- und Pharmabranche. Die Verhandlungen für rund 585.000 Beschäftigte blieben auch in der zweiten Runde ohne Ergebnis. Fortgesetzt werden die Gespräche am 24. und 25. März in Bad Breisig. Als Belastungen für die Branche werden hohe Energiepreise, Konjunkturflaute, US-Zölle und globale Überkapazitäten genannt.

Im Unternehmen selbst läuft der Umbau weiter: Das Programm „Evonik Tailor Made“ soll nach Abschluss 2026 jährliche Einsparungen von rund 400 Mio. Euro bringen, etwa 80% davon über Personalreduzierungen. Bis zu 2.000 Stellen sollen weltweit wegfallen, rund 1.500 davon in Deutschland. Organisatorisch arbeitet Evonik seit dem 1. April 2025 in zwei Segmenten („Custom Solutions“ und „Advanced Technologies“), die jeweils derzeit rund 6 Mrd. Euro Jahresumsatz erzielen.

Zum Terminkalender: Nach dem Jahresbericht am 4. März folgt am 8. Mai die Quartalsmitteilung für Q1 2026. Am 3. Juni steht die virtuelle Hauptversammlung an – dort werden Dividende und die überarbeitete Dividendenstrategie zur Abstimmung gestellt. Zudem ist die CFO-Position weiterhin vakant.

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